Aktienhandel Frankfurt
Dax schließt knapp über 7 000er-Marke

Der Deutsche Aktienindex Dax ist am Dienstag wieder über 7 000 Punkte geklettert, konnte den Wert im weiteren Verlauf aber nur hauchdünn halten.

HB FRANKFURT. Nach einem Schock über weitere milliardenschwere Subprime-Abschreibungen europäischer Großbanken haben die Anleger am Dienstag am deutschen Aktienmarkt wieder Mut gefasst. Der Dax stieg um 0,5 Prozent auf 7 002 Punkte.

Damit schloss der Leitindex allerdings deutlich unter dem am frühen Nachmittag erreichten Tageshoch von 7079 Zählern. „Um einen positiven Impuls geben zu können, hätte der Dax schon um die 7 060 Zähler schließen müssen“, sagte ein Händler.

Am Vormittag war der Dax angesichts der Hiobsbotschaften von Credit Suisse und Barclays um ein Prozent auf unter 6 900 Punkte gefallen.

„Das stände Auf und Ab zeigt, wie nervös und unsicher der Markt ist“, sagte ein Händler. Eine klare mittelfristige Richtung sei kaum erkennbar. „Es gibt Argumente für beide Seiten“, sagte NordLB-Händler Karsten Jürges.

„Bei einer Verschärfung der Subprime-Krise könnte der Dax bis auf 6 500 Punkte fallen. Eine Kursrally wiederum wird oft aus einem Stimmungstief, wie wir es gerade erleben, geboren.

Wenn die Kurse wider Erwarten anziehen, springen alle auf den fahrenden Zug auf.“ Am Dienstag kam die Fahrt allerdings ins Stocken, als an der Wall Street die Kursgewinne nicht so üppig wie gedacht ausfielen.

Credit Suisse und die britische Barclays hatten am Morgen überraschend neue Abschreibungen in Milliardenhöhe bekanntgegeben. Dies drückte die Aktien der Deutschen Bank zeitweise um 2,6 Prozent ins Minus.

Mit dem Gesamtmarkt zogen die Papiere des Frankfurter Branchenprimus anschließend bis zu 1,3 Prozent ins Plus, ehe sie zum Handelschluss mit 75,97 Euro 0,5 Prozent niedriger schlossen.

Auch die übrigen Finanzwerte erholten sich. Hypo Real Estate, die zeitweise drei Prozent verloren hatten, schlossen 3,6 Prozent höher und führten damit die Dax-Gewinnerliste an.

Von Handelsbeginn an gesucht waren die Aktien der Postbank, die zwei Prozent gewannen. Am Vorabend hatte der neue Post-Chef Frank Appel angekündigt, bald über die Zukunft der Finanztochter entscheiden zu wollen, über deren Verkauf seit Wochen spekuliert wird.

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