Aktienhandel Frankfurt
Dax schließt mit leichtem Plus

Totz negativer Vorgaben aus Übersee ist der Leitindex mit einem leichten Plus aus dem Handel gegangen. Der Dax stieg um 0,25 Prozent auf 7819,47 Zähler. Postbank und Siemens gehörten zu den großen Gewinnern des Tages. Der MDax schaffte hingegen nicht den Sprung in die Gewinnzone und verlor 0,48 Prozent auf 10 201,43 Punkte. Auch der Technologiewerte-Index TecDax sank um 1,24 Prozent auf 1030,91 Zähler.

HB FRANKFURT/MAIN. Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Der Leitindex Dax kompensierte wegen guter Unternehmenszahlen die negativen Vorgaben aus Übersee und legte um 0,25 Prozent auf 7819,47 Zähler zu. Der MDax schaffte hingegen nicht den Sprung in die Gewinnzone und verlor 0,48 Prozent auf 10 201,43 Punkte. Auch der Technologiewerte-Index TecDax sank um 1,24 Prozent auf 1030,91 Zähler. Sehr gute Unternehmenszahlen hätten dem Markt Auftrieb gegeben, sagte Marktstratege Matthias Jörss von Sal. Oppenheim. Viele Anleger, die zuletzt auf fallende Kurse gesetzt hätten, seien nun wieder in den Markt eingestiegen.

Mehrere Dax-Unternehmen legten Zahlen vor. An der Indexspitze kletterten die Titel der Postbank um 12,74 Prozent auf 49,54 Euro. Trotz des starken Wettbewerbs auf dem Heimatmarkt habe man eine Bank vor sich, die sich gut entwickele, schrieb Analyst Georg Kanders von der WestLB.

Aktien der Deutschen Post verteuerten sich um 3,75 Prozent auf 21,01 Euro. Der Ausblick für 2008 liege mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von 4,2 Mrd. Euro über den Erwartungen, schrieb Analyst Christian Obst von der UniCredit in einer Studie. Siemens gewannen 8,27 Prozent auf 103,02 Euro. Der Technologiekonzern hatte das vierte Quartal seines Geschäftsjahres 2006/2007 (30. September) mit einem Gewinn- und Umsatzsprung abgeschlossen und einem Händler zufolge die Erwartungen übertroffen.

TUI kletterten um 4,85 Prozent auf 21,63 Euro. Der Reise- und Schifffahrtskonzern hatte seinen Gewinn im dritten Quartal nach der Fusion der Touristiksparte mit First Choice gesteigert. adidas gewannen nach Zahlen 3,99 Prozent auf 47,67 Euro.

Im MDax stiegen Wacker Chemie an der Indexspitze um 10,90 Prozent auf 196,30 Euro. Der Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern steuert nach einem unerwartet robusten dritten Quartal auf ein Rekordjahr zu. Rheinmetall gewannen 8,84 Prozent auf 63,50 Euro. Analyst Stefan Augustin von der BHF-Bank verwies auf eine Nachricht, wonach der Haushaltsausschuss des Bundestages die Beschaffung von 405 Schützenpanzern des Typs Puma für die Bundeswehr genehmigt hat.

DEUTZ sanken hingegen am Ende des MDax um 6,77 Prozent auf 8,40 Euro. Berücksichtige man die im ersten Halbjahr offensichtlich höher als erwartet ausgefallenen einmaligen Aufwendungen und Pensionsleistungen, sei das operative Ergebnis hinter den Erwartungen zurückgeblieben, äußerte sich ein Analyst skeptisch.

Im TecDax brachen Aktien von Conergy nach mehreren negativen Analystenkommentaren in Reaktion auf den am Vortag bekanntgewordenen Liquiditätsengpass um 20,83 Prozent auf 27,40 Euro ein. Für GPC Biotech ging es nach Zahlen um 22,24 Prozent auf 3,88 Euro nach unten. Das Zahlenwerk des Biotech-Unternehmens sei Händlern zufolge kaum am Markt beachtet worden. Der wichtigste Kurstreiber sei die weitere Entwicklung von Satraplatin, sagte ein Analyst.

Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 verlor 0,83 Prozent auf 4363,60 Zähler. In Paris schloss der Leitindex CAC-40 mit Abschlägen, wohingegen die Börse in London mit einem Plus aus dem Handel ging. Der US-Leitindex lag zum Handelsschluss in Europa in der Verlustzone.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,14 (Vortag: 4,16) Prozent. Der Rentenindex REX legte um 0,15 Prozent auf 116,04 Punkte zu. Der Bund Future stieg um 0,05 Prozent auf 114,36 Punkte. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4666 (Mittwoch: 1,4722) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6818 (0,6793).

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