Aktienhandel Frankfurt
Dax schließt nach Zickzackfahrt im Plus

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag einen wechselvollen Handelstag mit einer Berg- und Talfahrt erlebt. Die Krise am US-Hypothekenmarkt beschäftigte erneut die Investoren und schickte die Finanzwerte einmal mehr auf Talfahrt. Werte wie Bayer und Volkswagen stemmten sich jedoch gegen den Abwärtssog und verhinderten so ein Abrutschen des Dax. Letztlich reichte es gar für ein leichtes Plus.

HB FRANKFURT. Der Dax schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 7424,75 Punkte. Der MDax legte 1,01 Prozent auf 9 743,90 Zähler zu. Der TecDax stieg leicht um 0,09 Prozent auf 850,12 Zähler.

Mit deutlichen Kursgewinnen verhinderten Aktien wie Bayer und Volkswagen ein Abrutschen des deutschen Marktes. Daneben hatten am frühen Nachmittag Spekulationen auf einen erneuten Eingriff der US-Notenbank die Kurse in die Höhe schießen lassen. Als die Federal Reserve jedoch nicht am Markt einschritt, fielen sowohl in den USA als auch in Deutschland die Aktienkurse wieder zurück.

Es habe eine große Schwankungsbreite gegeben, beschrieb Marktstratege Marko Pillep von der Helaba das Geschehen am Markt. Die Nervosität sei groß, die Umsätze verhalten. "Defensiv hat im Moment Vorfahrt." Niemand glaube, dass die Krise überstanden sei. Im Moment werde jede Nachricht auf die Goldwaage gelegt. Dass die ZEW-Indizes schlechter als erwartet ausgefallen seien, habe aber am Markt kaum interessiert. "Im Moment steht und fällt alles mit Nachrichten rund um das Thema "Subprime" (minderwertige US-Hypotheken)", sagte Pillep. Er gehe davon aus, dass es zum Ende des Monats noch einmal eine Abwärtswelle gebe.

Mit einem Plus von 3,8 Prozent auf 56,77 Euro führte die Bayer-Aktie die Reihen der Gewinner an. Händlern zufolge waren Gerüchte für das Interesse an dem Titel verantwortlich. Angeblich soll die Schweizer Novartis für Bayer bieten. Bereits in der vergangenen Woche hatten solche Spekulationene die Bayer-Aktie stark steigen lassen. Analyst Christian Faitz von Sal. Oppenheim hält eine Übernahme des deutschen Unternehmens, das an der Börse knapp 42 Mrd. Euro wert ist, durch Novartis aber für wenig wahrscheinlich. In normalen Zeiten wäre Bayer ein sehr attraktives Ziel, sagte der Analyst. "Aber es ist schwer zu sehen, wie selbst Novartis die Finanzierung für eine solche Übernahme stemmen würde."

Dass es keine normalen Zeiten sind, bekamen vor allem die Finanzwerte zu spüren. Die Aktien der Postbank fielen um 2,4 Prozent auf 53,56 Euro zurück und waren damit die größten Verlierer im Dax. Auch die Titel der Deutschen Bank und der Commerzbank reihten sich mit einem Abschlag von jeweils 0,8 Prozent auf der Verliererseite ein. Noch seien nicht alle Ängste vor den Folgen der US-Hypothekenkrise aus dem Markt heraus, sagte ein Börsianer. "Das wird uns auch noch einige Zeit beschäftigen", sagte ein anderer Händler.

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