Aktienhandel Frankfurt
Dax schließt unter 7 800-Punkte-Marke

Warnungen vor einem Abschwung der US-Wirtschaft machen die Anleger am deutschen Aktienmarkt zunehmend nervös. Sie trennten sich am Mittwoch erneut von konjunkturabhängigen Werten und drückten den Dax 0,9 Prozent ins Minus auf 7 782 Punkte.



HB FRANKFURT. Damit rückt die nach Ansicht von Händlern wichtige Marke von 7 760 Punkten immer näher. Sollte dieses Niveau unterschritten werden, könnten charttechnisch orientierte Verkäufe die Talfahrt beschleunigen. Börsianern zufolge sorgen die Angst vor einer Rezession der US-Wirtschaft und der hohe Ölpreis für anhaltende Unsicherheit.

"Das wird kein leichtes Jahr werden", sagte ein Händler. Die US Goldman Sachs -Investmentbank sagt für 2008 eine Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft voraus.

Die rote Laterne im Dax übernahmen die Aktien des Tourismus- und Schifffahrtskonzerns TUI mit einem Minus von 6,8 Prozent. Händlern zufolge litten sie ebenso wie die Lufthansa -Titel, die 4,6 Prozent verloren, unter Terrorängsten nach dem jüngsten Marinezwischenfall zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus. Unter Druck standen auch die Papiere von Siemens, die 5,3 Prozent niedriger aus dem Handel gingen. Die - eher konjunkturabhängigen - Technologiewerte hätten "alle böse eines auf die Mütze bekommen", sagte ein Händler.

Einem europaweiten Einbruch der Einzelhandelstitel konnten sich die Metro -Papiere nicht entziehen und verloren 5,4 Prozent. Ausgelöst worden war dieser von einem Umsatzrückgang bei der größten britischen Bekleidungskette Marks & Spencer, deren Aktien um 19 Prozent abstürzten.

Weiterhin unter Verkaufsdruck standen Infineon -Aktien, die 4,5 Prozent auf sieben Euro sackten. Die Anteilsscheine des Münchener Chipherstellers haben seit Anfang Oktober rund 40 Prozent an Wert verloren. "Infineon ist längst ein unbeliebtes Kind der Börse. Da muss schon etwas besonders Positives kommen, damit die Leute wieder einsteigen", sagte ein Händler.

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