Aktienhandel Frankfurt
Dax tritt auf der Stelle

Angesichts der US-Immobilienkrise waren die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch erneut unschlüssig. Der Dax konnte im Tagesverlauf daher seinen Ausflug über die 7 800-Punkte-Marke nicht durchhalten. Für ein minimales Plus reichte es letztlich aber dennoch. Gefragt waren vor allem Finanzwerte.

HB FRANKFURT. "Die Unsicherheit bleibt das alles beherrschende Thema“, sagte NordLB-Händler Mirko Breite. "Einen richtigen Trend haben wir seit Tagen nicht mehr, wenn man sich den Chart anschaut, sieht man, dass der Dax förmlich auf der Stelle tritt.“ Mit 7783,11 (plus 5,55) Punkten schloss der Leitindex zur Wochenmitte denn auch so gut wie unverändert. Das Tageshoch hatte bei 7866,01 gelegen. Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 1,27 Prozent auf 10 012,42 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 1,94 Prozent auf 988,26 Zähler.

Aktienhändler Stefan Söllner von der Postbank sprach von einem sehr schwankungsanfälligen Markt. "Die Gefahr nach unten ist für den Dax weiter gegeben, es ist ein Kampf zwischen Bullen und Bären. Wie er ausgeht, ist noch nicht klar.“

Trotz der Erleichterung über Aussagen von US-Banken zum weiteren Abschreibungsbedarf sei weiter Vorsicht angebracht, warnen Analysten. Darüber dürften die Kursgewinne einiger Bankenwerte nicht hinweg täuschen. So stiegen die Aktien des des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate zwar um 3,6 Prozent. Doch sprachen Händler lediglich von einem technischen Nachholbedarf. Auch Deutsche Bank legten 1,4 Prozent zu und stützten damit den Dax.

Unter Druck gerieten im Dax vor allem die Aktien von RWE, nachdem der Energiekonzern den Börsengang seiner US-Wassertochter für dieses Jahr völlig überraschend auf Eis gelegt hat. Die Aktien verloren sechs Prozent auf 88,68 Euro und waren damit das Schlusslicht im Dax. "Das war eine herbe Enttäuschung für die Börse“, sagte ein Händler. "Da hilft es auch nicht, wenn uns RWE auf nächstes Jahr vertrösten will.“ Entsprechende Aussagen von RWE-Chef Jürgen Großmann halfen dem Aktienkurs ebenso wenig wie sein Hinweis auf eine traditionell konservative Ergebnisprognose. RWE wollte ursprünglich einen Teil der erwarteten Milliardeneinnahmen aus dem Börsengang an seine Anleger ausschütten. Auch ein geplanter Aktienrückkauf wurde abgeblasen.

Zu den größten Dax-Gewinnern zählen hingegen die Aktien von Infineon, die trotz eines höher als erwartet ausgefallenen Verlusts 2,7 Prozent auf 9,50 Euro gewannen. Analysten begründeten dies mit einem positiven Ausblick im Kerngeschäft mit Chips für die Auto- und Kommunikationsbranche.

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