Aktienhandel Frankfurt
Dax verteidigt kleines Plus

Angeschoben von den Daimler-Aktien hat der Dax am Montag seinen Erholungskurs der Vorwoche fortgesetzt. Händler äußerten sich aber skeptisch über die Nachhaltigkeit der Bewegung. „Ohne Impulse von außen wird das kaum von Dauer sein“, sagte ein Händler. Wegen des Labor-Day-Feiertages bleibt die Weltleitbörse in New York am Montag geschlossen.

HB FRANKFURT: Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Montag freundlich gezeigt. Der Dax gewann 0,14 Prozent auf 7648,58 Punkte, im Handelsverlauf war er zeitweise in die Verlustzone abgerutscht. Der MDax der mittelgroßen Werte stieg um 0,70 Prozent auf 10 358,34 Zähler und baute damit die Gewinn der letzten Woche weiter aus. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,79 Prozent auf 924,55 Punkte nach oben.

Aktienhändler Stefan Söllner von der Postbank sprach von einem ruhigen Handelsgeschehen bei geringen Umsätzen. Da die US-Börse wegen des Feiertages „Labor Day“ geschlossen sei, fehlten die Anschlusskäufe, die den Dax in der vergangenen Woche angetrieben hätten, sagte der Experte. Dass einige Marktteilnehmer offensichtlich wieder die Marke von 8000 Punkten ins Visier nähmen, beurteilte der Postbank-Händler kritisch: „Die Krise am US-Hypothekenmarkt ist noch nicht ausgestanden“, sagte er.

Automobilwerte zählten zu den Favoriten der Anleger im Dax. An der Index-Spitze stiegen Titel von DaimlerChrysler um 2,84 Prozent auf 67,03 Euro. Titel von BMW verteuerten sich um 1,01 Prozent auf 45,08 Euro. Händler verwiesen auf positive Analystenkommentare für die Papiere der Autobauer.

Volkswagen-Aktien rückten um 0,86 auf 152,91 Euro vor. Porsche- Papiere verteuerten sich um 0,04 Prozent auf 1312,01 Euro. Porsche strebt nach Medieninformationen eine Mehrheit bei Volkswagen an. Der Sportwagenhersteller wolle seinen Aktienanteil an dem Wolfsburger Konzern auf 51 Prozent erhöhen, hieß es im „Spiegel“. Porsche sei nach Informationen von Börsianern bereits dabei, Optionen zu erwerben. Damit erhielten die bestehenden Spekulationen neue Nahrung, was die VW-Papiere weiter stütze, sagte ein Händler.

Papiere von deutschen Versorgern kamen nach Einschätzung von Händlern wegen der Fusion von Suez und Gaz de France (GDF) in Frankreich unter Druck. Eon-Aktien verloren 0,93 Prozent auf 122,00 Euro und RWE-Titel verbilligten sich um 1,27 Prozent auf 81,49 Euro. „Mit dem fusionierten Unternehmen entsteht ein multinationaler Konzern und starker Konkurrent in Mitteleuropa“, sagte ein Analyst. Der Zusammenschluss dürfte sich aber eher langfristig auswirken.

Im MDax stiegen die Aktien von Hochtief um 3,68 Prozent auf 76,34 Euro. Die Tochter Leighton bringt ihre Aktivitäten in den Golf- Staaten in ein neues Unternehmen ein und hält künftig 45 Prozent an der gemeinsamen Gesellschaft „Al Habtoor - Leighton“. Damit steige das Potenzial für künftiges Gewinnwachstum bei Leighton, was sich in einem Bewertungsaufschlag bei Hochtief niederschlagen sollte, hieß es von Börsianern.

Aktien von Patrizia Immobilien verloren als schwächster MDax-Wert 3,65 Prozent auf 11,08 Euro. Anleger spekulierten darauf, dass der Börsenneuling Tognum den Immobilienkonzern im MDax ersetzen wird, hieß es am Markt. Papiere des Dieselmotorenherstellers legten um 1,46 Prozent auf 22,22 Euro zu.

Im TecDax setzten sich Aktien von Carl-Zeiss Meditec AG am Nachmittag mit plus 6,53 Prozent auf 14,85 Euro an die Spitze. Der Titel habe den Handelstag bereits positiv begonnen, sagte ein Händler. Gegen Mittag habe dann die Nachricht von der Übernahme des Augenimplantat-Herstellers Acri.Tec die Erholungsbewegung gestützt.

Der EuroStoxx 50 beendete den Handelstag kaum verändert mit plus 0,03 Prozent auf 4 295,99 Zählern. Die Börsen in Paris und London schlossen uneinheitlich. Während der FTSE leicht zulegte, rutschte der CAC 40 ins Minus.

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