Aktienhandel Frankfurt
Dax-Werte setzen Kursanstieg fort

Der Dax hat am Dienstag seine Klettertour fortgesetzt und ein 5-1/2-Jahres-Hoch erreicht. Mit 6361 Punkten schloss der Leitindex 0,5 Prozent höher als am Vortag und folgte damit den Vorgaben aus den USA, wo die Wall Street am Tag der Kongresswahlen ebenfalls weiter zulegte.

HB FRANKFURT. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss in Europa auf einem Allzeithoch. „Es geht zwar weiter nach oben, aber eher verhalten, da viele die Kongresswahlen in den USA abwarten wollen“, erklärte Cristof Ruemmelein, Händler beim Münchener Bankhaus Merck Finck.

Unmittelbare Auswirkungen des Wahlergebnisses seien nur zu erwarten, wenn sich der Ausgang stark von den Meinungsumfragen unterscheide, erwarteten Händler. Den Umfragen zufolge könnten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen. Im Senat, wo ein Drittel der Senatoren zur Wahl steht, sieht es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen aus. „Wie auch immer das Wahlergebnis aussieht, es wird nicht den Trend verändern, und der zeigt weiter nach oben“, sagte Frank Schallenberger, Aktienstratege bei der LBBW voraus.

Unter den Einzelwerten standen die Titel von Dax-Neuling Postbank ganz oben auf der Einkaufsliste der Anleger. Der Bonner Bankenkonzern hatte mit seinem Quartalsgewinn die Erwartungen übertroffen. „Das waren solide Zahlen“, sagte ein Händler. Darüber hinaus habe es charttechnische Kaufsignale gegeben. Die Postbank-Aktien stiegen um 4,6 Prozent.

Mit einem Plus von gut 3,2 Prozent setzten die Aktien von Adidas ihren Aufwärtstrend fort. „Es werden für diese Woche gute Zahlen von Adidas erwartet, und die Aktie hat zum Dax hohen Aufholbedarf“, kommentierte ein Händler. Die Aktien des Konkurrenten Puma, die im Nebenwerteindex MDax notiert sind, stiegen nach der Vorlage des Zwischenberichts um 3,8 Prozent. Der Konzern will trotz rückläufiger Gewinne für das laufende Jahr eine höhere Dividende zahlen.

Gesucht waren zudem SAP-Aktien, die um 2,3 Prozent stiegen. Der Hersteller von Unternehmenssoftware präsentierte sich Händlern zufolge positiv auf einer Investorenveranstaltung in London. MAN stiegen um 2,3 Prozent. Der Scania-Großaktionär Investor hat seinen Stimmrechtsanteil an dem schwedischen Lkw-Bauer, den MAN übernehmen will, auf 20,01 Prozent erhöht. Analysten werteten den Schritt von Investor als ablehnendes Signal an MAN.

Im Fokus standen zudem die Aktien der Münchener Rück, um die sich am Vormittag vage Platzierungsgerüchte rankten. Zudem legte die Münchener Rück ihren Zwischenbericht vor. Die Aktien verloren zwei Prozent und gaben damit etwa zwei Drittel des Vortagesgewinns wieder ab. Der Rückversicherer hatte für 2006 seine Prognosen angehoben und den Aktionären einen Rekordgewinn und einen Aktienrückkauf im Volumen von einer Milliarde Euro in Aussicht gestellt.

„Angesichts des deutlich höheren Überschusskapitals ist dieses Volumen enttäuschend gering“, kritisierte Analyst Robert Mazzuoli von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Die Gerüchte um eine Platzierung von Münchener-Rück-Papieren bezeichnete ein Börsianer als „Quatsch“: „Warum sollte jemand Münchener Rück verkaufen, kurz bevor diese ihren Aktienrückkauf startet?“

Die Aktien der Deutschen Börse verloren 2,7 Prozent. „Gut ist nicht gut genug“, sagte ein Händler zu dem Zwischenergebnis des Frankfurter Börsenbetreibers.

Im MDax brachen die Papiere von Heidelberger Druckmaschinen nach der Vorlage des Zwischenberichtes um acht Prozent ein. Favorit waren die Aktien von Premiere, die 6,7 Prozent zulegten. Der Bezahlfernsehsender hat den Verlust der Übertragungsrechte für sein Zugpferd Fußball-Bundesliga besser verkraftet als erwartet.

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