Aktienhandel Frankfurt
Deutsche Indizes schließen tief im Minus

Negative Vorgaben aus Übersee haben den Höhenflug der meisten deutschen Aktien am Dienstag jäh beendet. „Wir sehen die seit langem überfällige Korrektur - das ist aber nicht dramatisch, sondern eher gesund“, sagte ein Händler. Die Vorgaben seien recht schwach gewesen und hätten zu Gewinnmitnahmen geführt.

HB FRANKFURT. Der Leitindex Dax sank bis Handelsende um 2,96 Prozent auf 6 819,65 Punkte. Am Vortag hatte er noch erstmals seit November 2000 wieder über der Marke von 7 000 Zählern geschlossen. Der MDax fiel um 4,73 Prozent auf 9 784,67 Punkte. Der TecDax rutschte sogar um 6,23 Prozent auf 816,54 Zähler ab.

In den USA, Japan und vor allem China rutschten die Aktienkurse ins Minus. Auch enttäuschende US-Konjunkturdaten, der hohe Ölpreis und zunehmende Spannungen mit dem Iran trübten laut Händlern die Stimmung. Einige Marktteilnehmer verwiesen zudem auf Aussagen des ehemaligen Chefs der US-Notenbank, Alan Greenspan, der vor einer möglichen Rezession in den USA zum Ende des laufenden Jahres gewarnt hatte. Der EuroSTOXX 50 verlor 2,71 Prozent auf 4156,73 Punkte. Auch in Paris und London schlossen die Börsen tief im Minus.

Keiner der 30 Dax-Werten konnte Kursgewinne verbuchen. Zu den größten Verlierern zählten die Aktien des Stahlproduzenten Thyssen-Krupp, die fünf Prozent nachgaben. Salzgitter verbilligten sich im MDax um 8,96 Prozent auf 96,71 Euro. „Wenn sich die chinesische Wirtschaft abkühlen sollte, dann drückt das natürlich auf den Stahlpreise“, sagte ein Händler.

Am Dax-Ende verbilligten sich Henkel-Aktien um 5,74 Prozent auf 108,80 Euro. Der Konsumgüterhersteller hat sein mittelfristigen Margenziel in Frage gestellt. „Es steht ein großes Fragezeichen dahinter, ob wir bis 2008 unser Ziel von 12 Prozent Umsatzrendite erreichen“, sagte Finanzvorstand Lothar Steinebach auf der Bilanzpressekonferenz.

Auch die Aktien von MAN standen mit einem Minus von 2,3 Prozent auf der Verliererseite. Großaktionär Volkswagen konnte den MAN-Kurs mit der Mitteilung über die Aufstockung seines Anteils an dem Münchener Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern auf 29,9 von 20 Prozent nur kurzzeitig stützen. In einen Lkw-Verbund von MAN und Scania will VW zumindest sein Geschäft mit schweren Nutzfahrzeugen in Brasilien einbringen. VW-Papiere büßten 2,4 Prozent ein.

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