Aktienhandel Frankfurt
Deutscher Aktienmarkt „wie verhext“

Die Anleger auf dem deutschen Aktienmarkt bleiben nervös. Der schwache Start der Wall Street hat am Dienstag die anfänglichen Gewinne des Dax zunichte gemacht und für ein Minuszeichen gesorgt. Zudem kamen kurz vor Handelsschluss erneut Gerüchte über weitere Opfer der Subprime-Krise auf.

HB FRANKFURT. Bis Handelsschluss gab der deutsche Leitindex um 0,66 Prozent auf 7425,07 Punkte nach. Im Tagesverlauf schwankte der Dax zwischen 7383 und 7492 Punkten. Der MDax mittelgroßer Werte gab um 0,81 Prozent auf 10 103 Zähler nach. Für den TecDax ging es um 0,55 Prozent auf 883 Punkte nach unten.

Mit der gesenkten Prognose von Wal-Mart und auch anderen enttäuschenden Ergebnissen aus dem Konsumgüterbereich flammte die Angst erneut auf, dass die US- Wirtschaft stärker unter der Hypothekenkrise leiden könnte als einige Investoren denken.

„Es ist wie verhext. Die Hypothekenkrise lässt dem Markt einfach überhaupt keine Chance zum Durchatmen. Jede kleine Aufwärtsbewegung wird von Pessimisten sofort im Keim erstickt“, sagte ein Händler. Am Vorabend hatte die US-Investmentbank Goldman Sachs erneut schwere Verluste bei Hedge-Fonds eingestanden, und am Morgen machte die spanische Großbank Santander mit angeblich riskanten US-Krediten in Milliardenhöhe Schlagzeilen.

Das Thema dürfte nicht zum letzten Mal für fallende Kurse gesorgt haben, befürchten Börsianer. „Das ist keine Sache, die in zwei Wochen erledigt ist. Es wird zwar nicht immer im Fokus stehen, aber bis zu den Zahlen zum dritten Quartal oder sogar den Jahresabschlüssen wird uns das Thema Hypothekenkrise sicher noch beschäftigen“, sagte ein Händler. Von der Hektik der vergangenen Handelstage sei aber nichts mehr zu merken, sagte ein anderer Händler. „Das kann aber durchaus die Ruhe vor einem neuen Sturm sein“, warnte er.

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