Aktienhandel Frankfurt
Höhenangst drückt Dax unter 7700 Punkte

Der Mut der Anleger hat nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage am Donnerstag nachgelassen. Auch der steigende Ölpreis verdarb einigen Investoren die Laune. Selbst robuste Daten vom US-Immobilienmarkt konnten den Dax im Gefolge der Wall Street nur kurz ins Plus ziehen.

HB FRANKFURT. Der deutsche Leitindex beendete den vorletzten Handelstag der Woche 0,5 Prozent schwächer bei 7697,38 Punkten, nachdem er zuvor für einen kurzen Moment Richtung 7800 Punkte ausgebüchst war und bei 7774,36 Zählern sein Tageshoch erreicht hatte. „Mit Angst wird es aber in den nächsten Tagen weiter nach oben gehen. Solange wir dieses Gefühl haben wird der Dax wohl auch noch weiter steigen“, sagte ein Händler. Karsten Jürges von der NordLB erklärte: „Selbst wenn der Dax in Richtung 7500 Punkte zurückfallen würde, wäre das nicht dramatisch. Denn das Umfeld ist nach wie vor intakt.“

Für Gesprächsstoff auf dem Börsenparkett sorgte ein Bericht des „Manager Magazins“ über ein angebliches Angebot der Conti für die Siemens-Tochter VDO über rund elf Milliarden Euro. Continental-Titel fielen um 2,17 Prozent auf 102,43 Euro, während die Siemens-Aktien mit einem Plus von 3,33 Prozent auf 96,64 Euro zu den wenigen Lichtblicken im Dax zählten. „Elf Milliarden Euro sind schon sehr viel Geld“, kommentierte ein Händler. Auch wenn der Preis auf den ersten Blick sehr hoch scheine, könnte sich der Kauf am Ende auszahlen, urteilten die Analysten von Equinet in einem Marktkommentar: „VDO passt strategisch perfekt zu Continental.“

Abgeschlagen im Dax war die Aktie von TUI mit einem Minus von 3,73 Prozent auf 21,19 Euro. Der Reise- und Schifffahrtskonzern hat sich über eine Wandelanleihe mit 632,5 Millionen Euro frischem Kapital versorgt. Dadurch kommen neue Aktien auf den Markt, was den Gewinn je Anteilsschein schmälert, wie ein Händler erläuterte.

Ganz weit oben auf dem Tableau schlossen die Titel von Infineon mit einem Plus von 1,81 Prozent auf 11,23 Euro. „Die Aktie hat sich dieses Jahr bisher so schlecht entwickelt, dass sie einfach Nachholbedarf hat“, sagte ein Börsianer.

Bei den Nebenwerten bewegten Analystenkommentare einige Kurse. So kletterten die Aktien von Merck um zwei Prozent auf 98,26 Euro, nachdem die Analysten von JP Morgan ein Kursziel von 120 Euro für die Aktien des Pharmakonzerns genannt hatten. Die Papiere von Premiere gewannen Händlern zufolge nach einer Hochstufung durch die Analysten von Lehman Brothers 2,43 Prozent auf 17,73 Euro. Deutz bekräftigte seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktie des Motorenbauers verteuerte sich um 0,68 Prozent auf 10,37 Euro.

Im Kleinwerteindex SDax führten die Titel von Arques fast den ganzen Tag die Gewinnerliste an, litten später aber unter Gewinnmitnahmen. Das Resultat war ein Minus von 2,4 Prozent auf 23,10 Euro. Die Beteiligungsgesellschaft hatte ihren Quartalsgewinn deutlich gesteigert. GPC Biotech stiegen im TecDax um knapp 4,4 Prozent auf 21,80 Euro. Die Aktie profitierte nach Aussagen von Händlern weiter von positiven Studiendaten zum Krebsmittel Satraplatin.

Der Rentenmarkt erholte sich. Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere sank auf 4,38 (Vortag 4,39) Prozent. Der Rentenindex REX fiel aber um 0,02 Prozent auf 114,51 Punkte, während der Bund Future 0,07 Prozent auf 112,53 Punkte gewann. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3448 (1,3490) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7436 (0,7413) Euro.

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