Aktienhandel Frankfurt
Postbank-Spekulationen treiben Dax nach oben

Fusionsspekulationen um die Postbank haben am Mittwoch die Anleger wieder an den deutschen Aktienmarkt gelockt. Der Dax legte um 1,2 Prozent zu und schloss bei 6 847 Punkten. Positive Geschäftszahlen der US-Konzerne Walt Disney und Time Warner sorgten zusätzlich für gute Stimmung.

HB FRANKFURT. Fusionsspekulationen um die Postbank haben am Mittwoch die Anleger wieder an den deutschen Aktienmarkt gelockt. Der Dax schloss 1,2 Prozent höher bei 6 847 Punkten und machte damit einen Teil seiner Vortagesverluste von mehr als drei Prozent wieder wett. Starke Geschäftszahlen der US-Konzerne Walt Disney und Time Warner ließen bei den Anlegern Hoffnung aufkommen, dass die Hypothekenkrise nicht auf andere Branchen überschwappt.

Allerdings zeigten sich viele Börsianer auch skeptisch, ob eine Rezession in den USA und damit sinkende Aktiennotierungen in aller Welt vermieden werden könne. "Es gibt zwar Aktien, die nicht teuer sind, das heißt aber nicht, dass sie nicht noch billiger werden können", warnte ein Händler.

Mit großer Nervosität bangen viele Börsianer zudem der für Donnerstag angekündigten Veröffentlichung der Quartalszahlen der Deutschen Bank entgegen. Sie versprechen sich von dem Geschäftsbericht Klarheit darüber, wie stark Deutschlands größtes Geldhaus von der nochmals verschärften Krise an den Finanzmärkten in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Aktien des Frankfurter Instituts drehten im Handelsverlauf ins Plus und schlossen ein Prozent höher.

Gesprächsthema auf dem Börsenparkett war aber die Postbank, deren Aktien 10,7 Prozent im Plus schlossen. Einem Zeitungsbericht zufolge will die Deutsche Post ihre Banktochter zum Kern einer großen deutschen Privatkundenbank machen. Auch die TUI -Aktie verdankte ihr Plus von sechs Prozent einem Zeitungsbericht. Danach führt der deutsche Konzern mit dem singapurischen Staatsfonds Temasek Gespräche über eine Zusammenlegung der Schifffahrtssparten. Einige Börsianer reagierten jedoch zurückhaltend. "TUI ist immer Spielball von Spekulationen", sagte ein Händler.

Größter Dax-Verlierer waren mit einem Abschlag von 4,4 Prozent die Aktien des Chipherstellers Infineon, was Börsianer einen Tag vor Bekanntgabe von Geschäftszahlen mit Gewinnmitnahmen begründeten. Auf den Titeln lasten zudem weiterhin die Probleme der Speicherchiptochter Qimonda, welche die Ausgabe einer Wandelanleihe plant. Die BMW -Aktien litten Börsianern zufolge unter Aussagen zum Restrukturierungsprogramm des Autoherstellern. "Man hatte sich mehr erhofft", sagte ein Händler. BMW -Titel schlossen 2,8 Prozent im Minus.

Bei den Technologie-Werten im TecDax löste sich am Mittwoch knapp ein Viertel des Börsenwertes von Conergy in Luft auf. Mit den am Vorabend vorgelegten Zahlen habe das Solarunternehmen selbst die pessimistischsten Analystenschätzungen unterboten und zudem eine Kapitalerhöhung angekündigt, kritisierten Börsianer. Im MDax schlossen die Titel des Modekonzerns Hugo Boss nach der Vorlage von Geschäftszahlen gut zwölf Prozent höher. "Das waren guten Zahlen, auch wenn keine so große Überraschung drin war", sagte Commerzbank -Analyst Christoph Dolleschal. Die Salzgitter gewannen knapp neun Prozent. "ArcelorMittal hat angekündigt, die Preise für Flachstahl ab April anzuheben, das treibt auch die Salzgitter -Aktien", sagte Michael Broeker vom Brokerhaus Steubing.

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