Aktienhandel Frankfurt
SAP und Siemens beflügeln Dax

Beflügelt von neuen Spekulationen im Bankensektor und kräftigen Gewinnen bei SAP und Siemens haben die deutschen Aktien am Freitag fest geschlossen. Analysten zeigten sich von so viel Stabilität überrascht – und blicken hoffnungsvoll in die kommenden Wochen.

HB FRANKFURT. Der Dax ging mit einem Plus von 1,38 Prozent auf 7342,54 Zähler aus dem Handel. Im Wochenvergleich kletterte der Leitindex damit um rund 130 Punkte. Für den MDax ging es um 1,09 Prozent auf 10 656,82 Zähler nach oben. Der TecDax gewann 1,56 Prozent auf 893,94 Punkte.

„Es überrascht ein bisschen, wie stabil unsere Börse ist und wie schnell kleine Rückschläge wieder ausgeglichen werden“, sagte Fidel Helmer von Hauck & Aufhäuser. Mit einem näheren Blick auf das derzeitige Marktgeschehen zeige sich aber eine weiter hohe Dynamik. Positive Konjunktur- und Unternehmensdaten sorgten dafür, dass der Markt immer weiter steigt. Die Zahlen seien sehr gut und auch Spekulationen um Fusionen und Übernahmen hielten die Fantasie hoch. Es gebe für Anleger derzeit einfach keine richtigen Alternativen zu Aktien.

Unterdessen rückten die Bankenwerte erneut dank Übernahmefantasien im Sektor in den Fokus. Die Deutsche Bank kletterte um 4,18 Prozent auf 112,64 Euro - hier machte das Gerücht die Runde, dass die Citigroup 130 Euro je Aktie bieten könnte. Die Commerzbank legte um 3,62 Prozent auf 36,03 Euro zu. Händler verwiesen für den gesamten Sektor auf Gerüchte um ein Gebot für Societe Generale von der UniCredit. Am Markt wurde ein Preis von 175 Euro je Aktie für die französische Bank genannt. Kurz nach Börsenschluss dementierte dann auch die Societe Generale, sich in Gesprächen mit der UniCredit zu befinden.

Europas größter Softwarehersteller SAP steigerte im ersten Quartal wegen hoher Investitionen den operativen Gewinn nicht so stark wie erwartet. Der Umsatz stieg aber deutlich und erfüllte die Expertenprognosen. Die Aktie legte um 2,13 Prozent auf 36,87 Euro zu.

Auch Siemens zählten mit plus 4,15 Prozent auf 90,35 Euro zu den größten Gewinnern. Händler verwiesen auf den Rücktritt von Siemens- Aufsichtsratschef Heinrich von Pierer.

Aktien der Deutschen Post standen dagegen wegen eines negativen Analystenkommentars vom Vortag weiter unter Druck und verloren 0,94 Prozent auf 23,13 Euro.

Im MDax kletterten IWKA um 4,73 Prozent auf 23,71 Euro. Der Maschinen- und Anlagenbauer hat den Verkauf seiner Verpackungssparte abgeschlossen. „Unter Berücksichtigung der vorhandenen Liquidität ist der Konzern damit praktisch schuldenfrei“, sagte IWKA-Chef Gerhard Wiedemann.

Der Eurostoxx 50 ging mit einem Plus von 1,77 Prozent auf 4416,19 Zähler aus dem Handel. Auch in London und Paris gab es Kursgewinne. In New York zeigte der Dow Jones zum Handelsschluss in Europa etwas fester und machte sich auf den Weg in Richtung der Marke von 13 000 Punkten.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotieren Bundeswertpapiere auf 4,22 (Donnerstag 4,17) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,24 Prozent auf 115,42 Punkte. Der Bund Future stand unterdessen mit 0,01 Prozent auf 113,75 Punkten leicht im Plus. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3606 (1,3601) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7350 (0,7352) Euro.

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