Aktienhandel Frankfurt: Zinsspekulationen verschaffen Dax Luft

Aktienhandel Frankfurt
Zinsspekulationen verschaffen Dax Luft

Spekulationen auf weitere Zinssenkungen in den USA haben am Dienstag den Anlegern am deutschen Aktienmarkt ein wenig Luft verschafft. Der Dax ging mit gut einem Prozent Plus aus dem Handel. Von einer Trendwende mochten Börsianer aber nichts wissen.

HB FRANKFURT. Der Dax lag zum Handelsschluss gut ein Prozent im Plus bei 6 892 Punkte. „Man kann noch nicht von einer Bodenbildung sprechen. Die Belastungsfaktoren wie die noch nicht ausgestandene Finanzkrise und anhaltende Konjunktursorgen überwiegen“, warnte Aktienstratege Thomas Grüner von der Landesbank Berlin. Die am Nachmittag vorgelegten Konjunkturdaten aus den USA fielen besser als erwartet aus, dämpften die Spekulationen auf Zinssenkungen aber kaum. „Der Markt wartet auf die Zinsentscheidung morgen“, kommentierte ein Händler.

Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet nach der völlig überraschenden Zinssenkung in der Vorwoche mit einer weiteren Lockerung der US-Geldpolitik. Eine Senkung um 50 Basispunkte auf dann 3,00 Prozent sei in den Kursen schon enthalten, hieß es. Einzelwerte spielten Händlern zufolge weiter eine untergeordnete Rolle, so dass vor allem technische Faktoren für das Auf und Ab der Kurse verantwortlich war. „Die Volatilität ist sehr hoch. Vieles ist technisch getrieben“, sagte ein Händler.

Eine Ausnahme waren die Aktien des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate, die um 8,4 Prozent auf 21,38 Euro hochschossen. „Die Anteilsaufstockung durch die DWS hat die HRE angeschoben“, sagte ein Händler. Die Fondstochter der Deutschen Bank erklärte, sie habe den Kurssturz im Januar genutzt, um Anteile zuzukaufen.

Zu den größten Dax-Gewinnern zählten zudem die TUI-Aktien mit einem Anstieg von fünf Prozent auf 14,75 Euro. Der Touristikkonzern will sein Geschäft mit Billig- und Ferienflügen mit dem der Lufthansa verschmelzen. Analysten erwarten davon sinkende Kosten. Zudem legte TUI gute Buchungszahlen vor. Lufthansa stiegen um knapp zwei Prozent.

Vage Übernahmespekulationen schoben die Aktien der Commerzbank um 5,9 Prozent an. Allerdings konnten Händler weder Namen noch Kaufpreis nennen, und die Commerzbank wollte sich auch nicht äußern.

Auf den Einkaufszetteln der Investoren ganz oben standen zudem mit einem Plus von sieben Prozent die Aktien von MAN, die als volatil gilt. An den vergangenen fünf Handelstagen hatten die MAN-Papiere über vier Prozent verloren. Der Lkw- und Maschinenbaukonzern wird in der nächsten Woche seine Zahlen vorlegen. Nach Einschätzung von Analysten dürfte er 2007 Umsatz und Gewinn gesteigert haben.

Schlusslicht waren die Vortagesfavoriten Deutschen Börse, die aufgrund von Gewinnmitnahmen um 2,6 Prozent fielen und damit den Vortagesgewinn wieder einbüßten.

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