Aktienhandel Japan
Börse in Tokio schließt uneinheitlich

Die Börse in Tokio hat am Dienstag im Vorfeld der Zinsentscheidung der japanischen Zentralbank uneinheitlich geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte gab geringfügig um 0,97 Punkte oder 0,01 Prozent auf 17 939,12 Zähler nach. Der breiter gefasste Topix legte indes leicht um 2,77 Punkte oder 0,16 Prozent auf 1782,73 Punkte zu. Gefragt waren Aktien aus dem Stahlsektor sowie Maschinen- und Automobilbauwerte. Gewinnmitnahmen belasteten dagegen Bankentitel und Aktien von Unternehmen, die vorrangig von der Binnennachfrage abhängen.

HB TOKIO. Fehlende Vorgaben aus den USA – die Börse an der New Yorker Wall Street war wegen des Feiertags Presidents Day geschlossen – sowie die Neujahrsfeiertage in vielen asiatischen Ländern führten in Tokio wie auch an den anderen Börsen in der Region zu einem dünnen Handel. In Japan warteten die Anleger zudem auf die Ergebnisse der Zentralbanktagung. Viele Investoren rechnen mit einer Anhebung der Leitzinsen und nahmen nach den Kursanstiegen der vergangenen Tage Gewinne mit. Im Juli vergangenen Jahres hatte die Bank von Japan (BoJ) nach fast sechsjähriger Null-Zins-Politik den Satz für Tagesgeld auf 0,25 Prozent angehoben und ihn seither bei dieser Marke belassen.

Vom Handel ausgesetzt war die Aktie von Nissan Diesel Motor. Zuvor hatte der schwedische Lastwagenbauer Volvo angekündigt, den japanischen Konkurrenten komplett übernehmen zu wollen. Die Offerte habe einen Wert von 7,5 Mrd. Schwedischen Kronen (812 Mill. Euro). Volvo halte derzeit 19 Prozent an dem Konkurrenten, hieß es in einer Stellungnahme auf den Internetseiten des weltweit zweitgrößten Lastwagenbauers. Von der Offerte profitierten auch die Aktien anderer LKW-Hersteller: Hino Motors kletterten um 4,6 Prozent auf 726 Yen und Isuzu um 1,2 Prozent auf 614 Yen.

Die Titel des Reifenherstellers Bridgestone verloren 0,6 Prozent auf 2 565 Yen. Das Unternehmen legte nach Börsenschluss Geschäftszahlen vor. Obwohl der Gewinn von Bridgestone um über die Hälfte zurückging, seien die Prognosen des Unternehmens dennoch übertroffen worden, sagte ein Händler in Europa.

Im Stahlsektor gewannen Nippon Steel 2,6 Prozent auf 785 Yen und JFE 1,5 Prozent auf 7 520 Yen. Die Papiere des Maschinenbaukonzerns Mitsubishi Heavy rückten um 0,3 Prozent auf 707 Yen vor.

Im Bankensektor schlossen Resona unverändert mit 344 000 Yen. Sumitomo Mitsui Financial Group schlossen ebenfalls unverändert bei 1 200 000 Yen. Unter den Immobilienwerten verloren Mitsubishi Estate 0,3 Prozent auf 3 630 Yen. Die Titel des Internet-Unternehmens Softbank gaben um 1,7 Prozent auf 2 880 Yen nach, nachdem die Analysten von Macquarie Securities die Beobachtung der Aktie mit „Underperform" aufgenommen hatten. Macquarie vermutet, dass Softbank bis auf 1 600 Yen fallen könnten. Ursächlich sei ein mutmaßlich langsameres Wachstum des Mobilfunkgeschäfts. Softbank hatte im vergangenen Jahr Vodafone Japan übernommen.

Der Euro hat am Dienstag im fernöstlichen Devisenhandel zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte bei 1,3178 Dollar. Dahinter standen Händlern zufolge Hoffnungen der Anleger auf eine Zinssenkung in den USA in den nächsten Monaten, nachdem Äußerungen von US-Notenbankchef Ben Bernanke entsprechend ausgelegt worden waren.

Der Dollar holte zum Yen etwas auf. Er wurde mit 119,76 Yen gehandelt. Händler sagten zudem, die Marktteilnehmer hielten sich vor der anstehenden Zinsentscheidung der japanischen Notenbank zurück.

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