Aktienhandel New York
Angst vor Inflation:US-Börsen geben nach

Die US-Börsen haben wegen der Sorge vor weiter steigenden Zinsen am Mittwoch erneut Kursverluste verbucht. Vor allem die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA gaben den Spekulationen über eine wachsende Inflation und damit einer baldigen Zinserhöhung der Fed weiter Nahrung.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones schloss 0,95 Prozent schwächer bei 13 465 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 13 437 und 13 591 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,89 Prozent auf 1517 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,92 Prozent auf 2587 Stellen.

„Die Börsen gehen den zweiten Tag in Folge aus Sorge vor höheren Zinsen runter - das passiert gerade rund um den Globus“, sagte Analyst Kevin Kruszenski. In den USA war einem Bericht zufolge die Arbeitsproduktivität im ersten Quartal nicht so stark gestiegen wie erwartet. Zudem stiegen die Ausgaben für die Löhne stärker als angenommen. Das führte nach Ansicht von Analysten zu einem größeren Inflationsdruck.

„Zu den Verlierern gehören heute vor allem solche Firmen, die von höheren Zinsen stärker betroffen wären“, sagte Peter Boockvar von Miller Tabak in New York. Der Energieversorger Exelon verlor 2,25 Prozent auf 72,60 Dollar. Auch Banken-Titel büßten ein: Goldman Sachs gaben rund 0,9 Prozent nach; JPMorgan Chase verloren etwa 1,3 Prozent.

Die Papiere der Bäckereikette Panera gaben rund 13,8 Prozent nach auf 50,28 Dollar. Das Unternehmen hat seine Geschäftserwartungen gesenkt. Die Aktien des Online-Brokers TD Ameritrade stiegen dagegen um rund 3,8 Prozent auf 20,71 Dollar. Zwei Hedge-Fonds, die Anteile an dem Unternehmen halten, drängen Firmenangaben zufolge auf einen Zusammenschluss mit E*Trade oder Charles Schwab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,55 Mrd. Aktien den Besitzer. 639 Werte legten zu, 2675 gaben nach und 123 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,1 Mrd. Aktien 955 im Plus, 2057 im Minus und 128 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 96-11/32. Sie rentierten mit 4,968 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 4/32 auf 94-29/32 und hatten eine Rendite von 5,084 Prozent.

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