Aktienhandel New York
Auf und ab an der Wall Street

Die US-Börsen haben am Montag ihre Kursgewinne im späten Handel wieder abgegeben und praktisch unverändert geschlossen. Insbesondere neue Sorgen vor Zinserhöhungen haben den Händlern an der Wall Street ein Wechselbad der Gefühle beschert. Auch eine Gewinnwarnung dämpfte die Stimmung der Anleger.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss unverändert bei 13 424 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen 13 382 und 13 478 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 notierte mit 1509 Stellen nahezu exakt auf dem Schlusstand vom Freitag, wie auch der Index der Technologiebörse Nasdaq, der bei 2572 Stellen lag. Angetrieben von Energiewerten, die von einem gestiegenen Ölpreis profitierten, hatten die US-Börsen noch am Nachmittag Kursgewinne verzeichnet.

Experten begründeten die Nervosität der Investoren mit der Furcht vor Zinserhöhungen in wichtigen Wirtschaftsräumen. Diese könnten die derzeitige Fusions- und Übernahme-Welle abebben lassen. Erneut anziehende Renditen am Anleihemarkt schürten Inflationsängste und damit die Furcht vor einer Zinserhöhung in den USA. "Als Ergebnis der Steigerung der Rendite für Staatsanleihen auf über fünf Prozent herrscht am Aktienmarkt noch ziemliche Nervosität", sagte Michael James von Wedbush Morgan. Steigende Renditen am Anleihenmarkt waren bereits in der vergangenen Woche für Kursverluste verantwortlich.

Der Preis für ein Fass US-Leichtöl stieg in New York um über einen Dollar auf 65,81 Dollar, was Exxon-Mobil-Aktien beflügelte: Die Papiere gewannen um ein halbes Prozent auf 83,06 Dollar. Dagegen verschreckte der Stahlhersteller Nucor die Börsianer mit einer Warnung vor einem Gewinn unter den Marktprognosen. Die Aktien gaben fast sechs Prozent auf 62,66 Dollar nach. Zu den Verlieren zählten zudem besonders Mischkonzerne: 3M-Aktien gaben um 0,74 Prozent auf 85,30 Dollar nach.

Investoren zeigten sich enttäuscht von einer Ankündigung Apples, unabhängigen Entwicklern zu erlauben, Programme für sein mit Spannung erwartetes Multimedia-Handy iPhone zu schreiben. Zugleich sagte der Chef des Computerkonzerns, Steve Jobs, dass der Apple-Internet-Browser Safari künftig auch auf dem Betriebssystem Windows des Konkurrenten Microsoft laufen werde. Der Apple-Kurs rutschte um 3,45 Prozent ins Minus auf 120,19 Dollar.

Ford-Papiere profitierten dagegen von Spekulationen über einen möglichen Verkauf der Luxusmarken Jaguar und Land Rover. Kreisen zufolge hat Ford Investmentbanken beauftragt, die Zukunft der beiden Marken auszuloten, die Ford-Aktien legten daraufhin fast zwei Prozent auf 8,40 Dollar zu.

Ein verbessertes Rating half den Papieren des Pharma- und Medizintechnikkonzerns Johnson & Johnson, die um 0,23 Prozent auf 62,27 Dollar zulegten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,32 Mrd. Aktien den Besitzer. 1672 Werte legten zu, 1644 gaben nach und 109 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,67 Mrd. Aktien 1381 im Plus, 1629 im Minus und 120 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 94-30/32. Sie rentierten mit 5,158 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 25/32 auf 92-11/32 und hatten eine Rendite von 5,261 Prozent.

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