Aktienhandel New York
Citigroup-Zahlen ziehen US-Börsen ins Minus

Hiobsbotschaften der Citigroup haben zum Wochenbeginn die New Yorker Börsen belastet. Vor allem Finanztitel gerieten in den Sog der Entwicklung bei der größten US-Bank, der die Hypothekenkrise ein Milliardenloch in die Quartalsbilanz riss. Kopfzerbrechen bereitete den Investoren zudem die Erklärung des Instituts, es werde voraussichtlich vor Anfang 2008 keine Aktien zurückkaufen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel um 0,77 Prozent schwächer bei 13.984 Punkte. Im Verlauf hatte er sich zwischen 14.118 und 13.904 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,84 Prozent auf 1548 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,91 Prozent auf 2780 Punkte.

Zwar erklärten verschiedene US-Großbanken - darunter die Citigroup - sie hätten sich gemeinsam auf den Aufbau eines Fonds geeinigt, mit dem etwa marode Hypothekendarlehen zurückgekauft werden könnten. Damit sollten größere Schäden an den internationalen Finanzmärkten im Zuge der Kreditkrise verhindert werden. Die Sorgen der Händler konnte dies aber nur kurz zerstreuen.

„Die Märkte wurden daran erinnert, dass wir noch nicht aus dem Gröbsten heraus sind, dass es eine Kreditkrise gab und dass das System diese erst verarbeiten muss“, sagte Eric Kuby von North Star Investment Management.

Die Citigroup wies für das turbulente dritte Quartal einen Gewinneinbruch um 57 Prozent aus. Citigroup-Aktien verloren daraufhin um 3,41 Prozent an Wert auf 46,24 Dollar. Der Kurs des Kreditkartenunternehmens American Express rutschte um über drei Prozent auf 61,80 Dollar ab, nachdem sich der Finanzchef des Unternehmens pessimistisch zur Erholung der Anlagevehikel CDO (Collateralized Debt Obligations) geäußert hatte.

Sorgen über den Zustand der Finanzbranche wurden von Nachrichten von Sallie Mae angefacht: Der mögliche Rückzug eines Konsortiums, das den US-Kreditgeber kaufen wollte, belastete dessen Anteilsscheine: Sallie-Mae-Aktien verloren um über fünf Prozent auf 45,91 Dollar.

Zu den größten Verlierern zählte das US-Medizintechnikunternehmen Medtronic, das nach mehreren Todesfällen den Verkauf von Herzimplantaten stoppen musste. Der Kurs sackte um 11,24 Prozent ab auf genau 50 Dollar.

Der Ölpreis auf Rekordniveau belastete die Papiere des Baumaschinenherstellers Caterpillar, die sich um 1,82 Prozent auf 78,84 Dollar verbilligten. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl kletterte am Montag um 2,55 Dollar auf 86,25 Dollar. Davon profitierten die Aktien von Ölkonzernen wie Exxon Mobil, die um 1,43 Prozent auf 94,82 Dollar zulegten.

Deutliche Aufschläge verzeichneten dagegen Biogen-Papiere, die um 18,84 Prozent auf 82,51 Dollar an Wert gewannen. Das Biotechnologie-Unternehmen hat sich am Wochenende selbst zum Verkauf angeboten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,29 Milliarden Aktien den Besitzer. 901 Werte legten zu, 2357 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von drei Milliarden Aktien 885 im Plus, 2103 im Minus und 101 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 100-17/32. Sie rentierten mit 4,681 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 4/32 auf 101-12/32 und hatten eine Rendite von 4,911 Prozent.

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