Aktienhandel New York
Dow bleibt auf Rekordjagd

Obwohl überraschend schwache Daten zum US-Wirtschaftswachstum zunächst keine großen Sprünge an der Wall Street erwarten ließen hat der Dow zum Wochenausklang doch noch ein neues Allzeithoch erreicht.

HB NEW YORK. Die wichtigsten US-Börsen haben am Freitag nach einem richtungslosen Verlauf überwiegend leicht im Plus geschlossen. Positive und negative Nachrichten hielten sich die Waage: Dass die US-Wirtschaft im ersten Quartal laut der Daten zum Bruttoinlandsprodukt so langsam gewachsen ist wie zuletzt vor vier Jahren, habe belastet, sagten Händler. Erfreulich dagegen seien die starke Quartalsbilanz und der Ausblick von Microsoft gewesen sowie die Daten zum Konsumklima der Uni Michigan im April. Der erneute Ölpreisanstieg über 66 Dollar je Barrel WTI nach vereitelten Anschlägen auf saudi- arabische Ölfelder sei am Markt kaum beachtet worden.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Freitag 0,12 Prozent fester auf einem erneuten Rekordstand bei 13 120 Punkten. Im Verlauf war er zwischen 13 148 und 13 073 Stellen gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index lag nahezu unverändert bei 1494 Zählern. Der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte um 0,11 Prozent fester bei 2557 Stellen. Im Wochenverlauf gewann der Dow 1,23 Prozent, der S&P 0,66 Prozent und der Nasdaq-Comosite 1,22 Prozent.

Teilweise bewegten die Unternehmenszahlen den Aktienhandel, wichtiger sei jedoch derzeit die Liquidität, sagte Michael Metz von Oppenheimer & Co. „Momentan ist eine riesige Menge Geld im System, und dieses hält die derzeitigen Alternativen für nicht sehr attraktiv.“

Da am Freitag keine Börsen-Schwergewichte Zahlen vorlegten, standen Microsoft-Aktien im Fokus der Anleger. Der weltgrößte Softwarekonzern konnte seinen Gewinn nach Angaben vom Vortag dank dem neuen Betriebssystem Windows Vista um 65 Prozent und damit stärker als erwartet steigern. Die Papiere legten um 3,51 Prozent auf 30,12 Dollar zu.

Der Elektronikkonzern Flextronics International verbuchte ebenfalls einen höheren Quartalsgewinn, was seine Anteilsscheine um 3,2 Prozent auf 11,62 Dollar verteuerte. Auch der Mischkonzern 3M hatte am Donnerstag die Anleger mit einer starken Zwischenbilanz erfreut, was Credit Suisse zu einer Anhebung des Preisziels für das Papier veranlasste. 3M-Aktien gewannen daraufhin 1,37 Prozent auf 81,55 Dollar.

Zu den Gewinnern zählten zudem die Aktien des Mischkonzerns General Electric, die um 2,79 Prozent auf 36,84 Dollar zulegten. Zuvor hatte ein Citigroup-Analyst erklärt, der Konzern sollte NBC und andere Sparten verkaufen und sich mehr auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

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