Aktienhandel New York
Dow Jones gibt fast zwei Prozent nach

Die US-Börsen haben am Montag wegen neuer Kreditsorgen deutliche Verluste hinnehmen müssen. Anzeichen für anhaltende Probleme am Häusermarkt sorgten für Ernüchterung und ließen die Stimmung kippen, nachdem zunächst noch der starke Auftakt des Weihnachtsgeschäfts den Märkten Auftrieb gegeben hatte.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones -Index der Standardwerte sank bis zum Handelsschluss um 1,83 Prozent auf 12 743 Punkte. Er pendelte zwischen 12 724 und 13 037 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte 2,32 Prozent im Minus bei 1 407 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 2,14 Prozent auf 2 540 Stellen. Es herrsche Katerstimmung, sagte Joseph Battipaglia von Stifel Nicolaus in Philadelphia. Nach der Feier seien nun die alten Sorgen über die Finanzinstitutionen und die Rezession am Häusermarkt wieder da.

Deutliche Verluste verbuchten vor allem Finanzdienstleister. Größter Verlierer im Dow Jones und im S&P-500 war die Citigroup, deren Papiere knapp sechs Prozent nachgaben und damit zum ersten Mal seit mehr als fünf Jahren weniger als 30 Dollar kosteten. Grund für die Talfahrt waren zunehmende Sorgen über Ausfälle bei Hypothekenkrediten und mögliche Stellenstreichungen. Einem Bericht des US-Fernsehsenders CNBC zufolge könnte die größte US-Bank bis zu 45 000 Stellen streichen.

Zudem belastete eine Herabstufung der größten europäischen Bank HSBC die Aktien von Investmentbanken. Goldman Sachs zufolge muss sich die britische Bank wegen der US-Hypothekenkrise auf weitere Belastungen über zwölf Milliarden Dollar einstellen. Die Titel von Morgan Stanley verloren 3,9 Prozent, die Papiere der Bank of America gaben 2,9 Prozent ab.

Starke Verluste verbuchten auch die Aktien der US-Immobilienfinanzierer Freddie Mac und Fannie Mae, nachdem UBS die Institute unter anderem wegen zunehmender Ausfälle von Hypothekenkrediten heruntergestuft hatte. Die Papiere von Freddie Mac verloren mehr als sieben Prozent, die Anteilsscheine von Fannie Mae sanken mehr als zehn Prozent.

Auch die Aktien einiger Hausbauer gingen nach einer Herabstufung der Branche auf Talfahrt. So gaben die Titel von KB Home mehr als neun Prozent ab, der Dow-Jones - Bauindex verlor mehr als sechs Prozent.

Zudem sorgten Zweifel über die Stärke des Weihnachtsgeschäfts für schlechte Stimmung: Die Aktien des Discounters Target gaben mehr als drei Prozent ab. Dabei hatte der US-Einzelhandel am vergangenen Freitag, dem Tag nach Thanksgiving, ein gutes Geschäft verbucht. Die Umsätze an diesem "Black Friday“ gelten eigentlich als richtungsweisend für die ganze Handelszeit bis Weihnachten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,49 Milliarden Aktien den Besitzer. 794 Werte legten zu, 2 518 gaben nach und 59 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Milliarden Aktien 764 im Plus, 2 235 im Minus und 98 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 43/32 auf 103-11/32. Sie rentierten mit 3,843 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 75/32 auf 111-23/32 und hatten eine Rendite von 4,294 Prozent.

Dax im späten Handel weiter unter Druck

Der Dax hat unterdessen am Montag im späten Parketthandel seine Verluste aus dem elektronischen Geschäft ausgeweitet. Der L-Dax schloss bei 7 550,11 Zählern, nachdem der Leitindex auf Xetra 0,55 Prozent auf 7 567,36 Zähler verloren hatte. Die übrigen Indizes veränderten sich unterdessen kaum. Der L-MDax notierte zum Schluss bei 9 235,33 Punkten. Im elektronischen Handel war der Index der mittelgroßen Werte um 0,62 Prozent auf 9 229,38 Punkte gefallen. Der L-TecDAX ging mit 902,02 Punkten aus dem Handel. Im elektronischen Geschäft war der Technologiewerte-Index um 2,38 Prozent auf 902,18 Punkte vorgerückt. "Es ist richtig Umsatz reingekommen, als es in der letzten Handelsstunde an der Wall Street nach unten ging“, sagte ein Händler von Lang & Schwarz.

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