Aktienhandel New York
Dow Jones schließt auf Rekordhoch

Positiv aufgenommene Äußerungen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke haben den US-Börsen am Mittwoch zu deutlichen Kursgewinnen verholfen. Am Markt wurden die Aussagen als vorläufige Absage an Zinserhöhungen interpretiert. Das beflügelte vor allem die Aktien der Banken.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,68 Prozent fester bei 12 741 Punkten - einem neuen Rekordhoch. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12 759 und 12 651 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,76 Prozent auf 1455 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 1,16 Prozent auf 2488 Stellen.

Bernanke hatte in seiner mit Spannung erwarteten Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats von ersten Anzeichen für einen abnehmenden Inflationsdruck gesprochen. Seine Warnung vor Inflationsgefahren fiel damit deutlich milder aus als befürchtet. Die US-Wirtschaft sieht Bernanke trotz der Abkühlung des Immobilienmarktes weiter auf solidem Wachstumskurs. Die wichtigste Botschaft sei die, dass die Kerninflation zurückgehe, meinte daraufhin Experte Barry Hyman von EKN Financial Services Inc. in New York. Das habe den Markt angetrieben. Ähnlich positiv äußerte sich Hugh Johnson von Johnson Illington Advisors in Albany: „Das war ein sehr hoffnungsvoller Kommentar zur Inflation, und das hat angespornt.“ So schnell werde es wohl keine Zinsänderungen mehr geben.

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Papiere der Investmentbank Goldman Sachs verteuerten sich vor diesem Hintergrund um 2,3 Prozent auf 217,40 Dollar, die des Rivalen Morgan Stanley legten um 1,4 Prozent auf 82,36 Dollar zu. Citigroup-Aktien verzeichneten einen Aufschlag von 0,9 Prozent auf 54,18 Dollar.

Zu den Gewinnern zählten auch Papiere des deutsch-amerikanischen Autobauers DaimlerChrysler, die um 8,3 Prozent auf 69,78 Dollar kletterten. Schon in Frankfurt war die Nachfrage nach den Aktien groß gewesen. Das Management hatte angekündigt, bei der Sanierung von Chrysler auch eine Trennung von der defizitären US-Tochter nicht auszuschließen.Bis 2009 sollen nun bei Chrysler 13 000 der rund 83 000 Stellen wegfallen.

Dagegen trennten sich an der Wall Street etliche Anleger von Anteilscheinen von Coca-Cola, die um 0,8 Prozent auf 47,85 Dollar nachgaben. Der Getränkehersteller hatte im vierten Quartal wegen milliardenschwerer Sonderabschreibungen bei seinem größten Abfüller einen Gewinneinbruch verbucht. Allerdings lag das operative Geschäft über den Markterwartungen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Mrd. Aktien den Besitzer. 2258 Werte legten zu, 1089 gaben nach und 120 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,22 Mrd. Aktien 1781 im Plus, 1246 im Minus und 156 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 18/32 auf 99-03/32. Sie rentierten mit 4,738 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 33/32 auf 98-21/32 und hatten eine Rendite von 4,835 Prozent.

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