Aktienhandel New York
GM-Spekulation beflügelt US-Börse

Die US-Börsen haben am Freitag leichte Gewinne verbucht. Ein unerwarteter Anstieg der verkauften Eigenheime in den USA und kurstreibende Spekulationen um GM sorgten bei den Händlern für Optimismus – der allerdings durch die Folgen einer diplomatischen Krise zwischen Großbritannien und Teheran gedämpft wurde.

HB NEW YORK. Der Iran - viertgrößter Erdölexporteur der Welt - hatte britische Soldaten im Persischen Golf festgenommen. Daraufhin stieg der Preis für ein Barrel US-Leichtöl um mehr als 50 Cent auf gut 62 Dollar an.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,16 Prozent fester bei 12 481 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 511 und 12 448 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg 0,11 Prozent auf 1436 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann um 0,18 Prozent auf 2456 Stellen. Für die Woche ergab sich beim Dow ein Plus von 3,1 Prozent, der S&P gewann 3,6 Prozent, die Nasdaq 3,5 Prozent.

„Viele Marktteilnehmer sehen mit Sorge, dass der Ölpreis wieder die Marke von 62 Dollar übersprungen hat. Das dämpft die Stimmung“, sagte Todd Clark von Nollenberger Capital Partners. Krisen sorgten tendenziell für Bewegung bei Energieaktien, sagte Cummins Catherwood von Rutherford, Brown & Catherwood. Der Unsicherheitsfaktor treibe dann die Kurse.

Energietitel profitierten vom Anstieg. Die Aktien von Exxon Mobil legten um 0,83 Prozent auf 74,98 Dollar zu. Der Gesamtmarkt litt eher unter dem höheren Ölpreis, der die Energiekosten für Unternehmen in die Höhe treiben könnte. Die Nasdaq belastete zudem die Entwicklung beim weltgrößten Biotechkonzern Amgen, der wegen alarmierender Zwischenergebnisse eine Studie für ein Darmkrebsmittel abbrechen musste. Amgen-Papiere gaben um vier Prozent auf 58 Dollar nach.

Zu den stärksten Gewinnern zählten dagegen GM-Papiere. Den Kurs beflügelten Spekulationen um einen Verkauf der US-Sparte des Autokonzerns DaimlerChrysler. Die Befürchtungen von Anlegern, der Konkurrent GM könnte Chrysler kaufen, zerstreuten sich: Die GM-Aktie sprang um 5,51 Prozent auf knapp 32 Dollar in die Höhe.

Zudem wurden am Freitag für die Händler erfreuliche Konjunkturdaten veröffentlicht: Die Verkäufe bestehender Eigenheime in den USA stieg im Februar überraschend auf 6,69 Millionen. Im Januar hatte diese Zahl noch bei 6,44 Mill. gelegen. Analysten hatten für die Februar-Zahl mit einem Rückgang gerechnet. Die Zahlen schürten die Hoffnung, dass sich der Immobilienmarkt trotz der jüngsten Turbulenzen am Markt für Hypotheken an Schuldner mit geringer Bonität bald stabilisieren könnte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,4 Mrd. Aktien den Besitzer. 1864 Werte legten zu, 1382 gaben nach und 173 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,65 Mrd. Aktien 1587 im Plus, 1426 im Minus und 149 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 7/32 auf 100-01/32. Sie rentierten mit 4,618 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 13/32 auf 99-03/32 und hatten eine Rendite von 4,806 Prozent.

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