Aktienhandel New York
Gute Stimmung an der Wall Street

Die US-Aktienmärkte haben am Freitag im Plus geschlossen. Zur guten Stimmung an der Wall Street trugen Spekulationen bei, wonach die Fed die Zinsen in der nahen Zukunft nicht erhöhen werde. Positive Signale gingen auch von einem Rückgang des Ölpreises aus.

HB NEW YORK. Zwar stiegen die US-Verbraucherpreise im Mai so stark wie seit einem halben Jahr nicht mehr, doch fiel die Erhöhung in der Kernrate - ohne Nahrungsmittel und Energie - moderat aus. Das dämpfte die Inflationssorgen der Anleger. Händler spekulierten, dass die Fed die Zinsen in der nahen Zukunft nicht erhöhen werde, was zu einer wirtschaftlichen Erholung beitragen könnte. Für gute Stimmung am Markt sorgte zudem ein Rückgang des Ölpreises um etwa zwei Dollar je Barrel (159 Liter). Hintergrund war ein Bericht, wonach Saudi-Arabien seine Produktion erhöhen könnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel 1,4 Prozent höher bei 12 307 Punkten, nachdem er zwischen 12 144 und 12 310 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 legte 1,5 Prozent auf 1360 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 2,1 Prozent auf 2454 Punkte. Für die Woche ergibt sich damit ein Plus von 0,8 Prozent beim Dow, ein Minus von 0,1 Prozent beim S&P und ein Rückgang von 0,8 Prozent beim Nasdaq-Index.

Zu den Gewinnern zählten Finanztitel. Die Aktie von Sachs legte 6,9 Prozent zu. Die Titel von Lehman Brothers schossen nach den Kursverlusten der vergangenen fünf Tage 13,7 Prozent in die Höhe. Die mit massiven Abschreibungen kämpfende US-Bank hatte am Donnerstag bekanntgegeben, sie werde ihren Finanzchef austauschen.

Bei den Technologiewerten gehörte die Aktie des weltgrößten Softwareunternehmens Microsoft zu den Gewinnern. Sie verteuerte sich um 2,9 Prozent. Offenbar begrüßten Anleger die Meldung, dass die Fusionsverhandlungen zwischen Microsoft und Yahoo nun offiziell zu Ende sind. Microsoft hatte sich seit Wochen um Yahoo bemüht. Einige Börsianer bewerteten die Übernahmeofferte von 47,5 Mrd. Dollar als riskantes Investment. Zugleich wurde bekannt, dass Yahoo künftig mit dem Erzrivalen Google im Bereich Online-Werbung zusammenarbeiten will. Die Anteilsscheine von Yahoo schlossen 0,2 Prozent im Minus. Die Dividendenpapiere von Google rückten um 3,4 Prozent vor.

Die Aktien des US-Pharmariesen Pfizer tendierten nach Übernahmespekulationen 1,5 Prozent im Plus. Eine Zeitung hatte berichtet, dass Pfizer ein Gegengebot für Indiens führenden Arzneimittelkonzern Ranbaxy vorlegen könnte. Die japanische Daiichi Sankyo hatte am Mittwoch angekündigt, für bis zu 4,6 Mrd. Dollar die Mehrheit an dem indischen Hersteller von Nachahmermedikamenten erwerben zu wollen. Die Papiere des weltgrößten Baumaschinenherstellers Caterpillar legten 1,2 Prozent zu.

Die US-Verbraucherpreise waren im Mai zum Vormonat saisonbereinigt nur etwas stärker gestiegen als erwartet. Nach Angaben des Arbeitsministeriums verteuerten sie sich um 0,6 Prozent, in der Kernrate um 0,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,22 Mrd. Aktien den Besitzer. 2271 Werte legten zu, 845 gaben nach und 86 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,1 Mrd. Aktien 2065 im Plus, 808 im Minus und 125 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 11/32 auf 96-29/32. Sie rentierten mit 4,261 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 19/32 auf 93-12/32 und hatten eine Rendite von 4,796 Prozent.

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