Aktienhandel New York
Konjunktursorgen bremsen US-Börsen

Die New Yorker Aktienmärkte haben am Freitag uneinheitlich geschlossen. Belastend wirkten sich Sorgen über ein Abflauen des Wirtschaftswachstums in den USA aus. Auslöser war, dass im Oktober überraschend wenige US-Amerikaner mit dem Bau von Wohnimmobilien begonnen haben. Ein weiterer Rückgang des Ölpreises und eine Gerichtsentscheidung zu Gunsten der US-Tabakkonzerne verhinderten größere Verluste.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,30 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 12 343 Zählern. Der Tagestiefstand lag bei 12 277 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,10 Prozent auf 1401 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,13 Prozent auf 2446 Zähler. Im Wochenverlauf gewann der Dow 1,9 Prozent, der S&P-500 1,5 Prozent und der Nasdaq 2,4 Prozent.

Das Handelsministerium in Washington hatte zuvor mitgeteilt, dass die Zahl der US-Wohnbaubeginne im Oktober unerwartet kräftig auf das tiefste Niveau seit mehr als sechs Jahren gefallen sei. Demnach fiel der Wert zum Vormonat saisonbereinigt um 14,6 Prozent. „Das war eine ziemlich schlechte Zahl“, sagte Branchenexperte Joe Saluzzi von Themis Trading.

Unter dem Rückgang litten vor allem Aktien der Branche. Der Kurs des Bauunternehmens Beazer Homes USA verlor 1,83 Prozent auf 44,07 Dollar.

Enttäuschende Unternehmensnachrichten verstärkten die gedämpfte Stimmung auf dem Handelsparkett. So ging der Gewinn bei der weltgrößten Kaffeehauskette Starbucks im vierten Quartal überraschend zurück. Die Aktie fiel um 5,1 Prozent auf 37,42 Dollar.

Der Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) hatte zwar ein Quartalsergebnis über den Erwartungen veröffentlicht. HP teilte jedoch ebenfalls mit, dass die US-Börsenaufsicht ihre Untersuchungen zum Spionageskandal des Unternehmens ausweitet. Das Papier verbilligte sich daraufhin um 0,97 Prozent auf 39,77 Dollar.

Dennoch glückten zwei Börsendebüts: Der Aktienkurs der New Yorker Energie- und Rohstoffbörse Nymex schnellte am ersten Handelstag um 125,41 Prozent auf 132,99 Dollar nach oben. Der Hersteller von Solarzellen-Modulen First Solar sah seinen Kurs um 23,7 Prozent auf 24,74 Dollar zulegen.

Auch ein Etappensieg der Tabakindustrie im US-Rechtsstreit über Schadensersatz für Gesundheitsschäden durch Zigarettenkonsum stützte den Markt. Ein Bundesberufungsgericht wird die Entscheidung eines untergeordneten Gerichts in New York überprüfen, eine Sammelklage mit einer Forderung von bis zu 200 Mrd. Dollar zuzulassen. Dies geht aus den Gerichtsunterlagen hervor. Damit entsprach das Gericht dem Antrag des US-Unternehmens Philip Morris. Dessen Konzernmutter Altria legte danach an der Börse um 1,72 Prozent auf 85,01 Dollar zu.

Zusätzlich wirkte sich der gesunkene Ölpreis kurssteigernd aus. US-Leichtöl zur Lieferung im Dezember fiel um 0,8 Prozent auf 55,75 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,7 Mrd. Aktien den Besitzer. 1564 Werte legten zu, 1736 gaben nach und 164 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,76 Mrd. Aktien 1275 im Plus, 1741 im Minus und 164 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 16/32 auf 100,04/32. Sie rentierten mit 4,609 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 28/32 auf 96,29/32 und hatten eine Rendite von 4,694 Prozent.

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