Aktienhandel New York
New Yorker Börsen schwächeln

Ein unerwartet schwaches US-Verbrauchervertrauen und ein steigender Ölpreis haben am Donnerstag auf den Standardwerten der Wall Street gelastet. Zu den Verlierern zählten auch die Aktien von Pharmaunternehmen. Händler erwarten von der demokratischen Partei, die die Kongresswahlen gewonnen hat, nichts Gutes für die Branche.

HB NEW YORK. Händlern zufolge gibt es bei vielen Anlegern nach dem Sieg der Demokraten bei den Kongresswahlen Sorgen vor einer größeren Regulierung in der Branche. Am Technologiemarkt sorgte der führende Netzwerkausrüster Cisco Systems anfangs noch für gute Stimmung. Später konnte die Nasdaq jedoch dem Abwärtstrend der Qualcomm-Papiere nicht mehr standhalten und drehte ebenfalls in Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,6 Prozent tiefer bei 12 103 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12 187 und 12 090 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,53 Prozent auf 1378 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte um 0,37 Prozent schwächer bei 2376 Stellen.

Viele Investoren gestalteten derzeit ihr Portfolio neu, erklärte Frank Lesh von FuturePath Trading LLC in Chicago. Dabei orientierten sie sich daran, was sie von den Programmen der Demokraten erwarten könnten. Die Befürchtung, es werde einen prüfenden Blick auf die Pharmabranche geben, sorgte hier für einen Verkaufstrend: Aktien von Merck & Co verloren etwa 3,3 Prozent auf 42,88 Dollar, die von Johnson & Johnson büßten um 2,7 Prozent auf 66,15 Dollar ein.

Konjunkturdaten konnten die Stimmung nicht heben. Der Index der Universität Michigan zum Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes war im November überraschend gesunken. Dies schürte am Markt zusätzliche Sorgen über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft. Allerdings wurde positiv aufgenommen, dass das Außenhandelsdefizit der USA im September wegen der billigeren Ölimporte überraschend deutlich geschrumpft ist. Ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl kostete am Donnerstag gut einen Dollar mehr und lag bei 61,02 Dollar. Zuvor waren unerwartet knappe Ölvorräte in den USA bekannt geworden.

Seite 1:

New Yorker Börsen schwächeln

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%