Aktienhandel New York: Öl und Inflationsangst drücken Wall Street ins Minus

Aktienhandel New York
Öl und Inflationsangst drücken Wall Street ins Minus

Ein deutlich gestiegener Ölpreis und anhaltende Inflationssorgen haben den US-Börsen am Donnerstag Verluste beschert. Auf die Stimmung der Investoren drückte Händlern zufolge zudem der Atomstreit mit dem Iran, dem viertgrößten Öl-Exporteur der Welt: Die islamische Republik will nicht von der Urananreicherung lassen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,41 Prozent tiefer bei 12 686 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12 762 und 12 650 bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 0,09 Prozent nach auf 1 456 Zähler. Der Nasdaq-Composite stieg hingegen zum Handelsschluss um 0,26 Prozent auf 2 524 Stellen. Damit schloss er auf einem Sechs-Jahres-Hoch.

Die Anleger hätten einige gute Tage gehabt und suchten jetzt Gründe, Aktien abzustoßen, sagte Peter Cardillo von Avalon Partners. Der Ölpreis sei eine Möglichkeit dafür. "Wann immer der Ölpreis bei über 60 Dollar liegt, tut das dem Markt etwas weh", betonte auch Victor Pugliese von First Albany. Ein Barrel (etwa 159 Liter) US-Leichtöl kostete zeitweise mehr als 61 Dollar und lag zum Schluss bei 60,83 Dollar - ein Plus von rund 80 Cent. Wie schon am Vortag lasteten auch die jüngsten Daten zu den Verbraucherpreisen auf dem Markt. Diese hatten für Januar einen unerwartet starken Anstieg in der Kernrate ausgewiesen - für Experten ein Signal dafür, dass das Thema Inflation noch nicht gänzlich vom Tisch ist.

Die Nasdaq legte deutlich zu, nachdem es eine Rally bei Chipwerten gab. Der Prozessor-Hersteller Analog Devices hatte am Vortag einen überraschend hohen Gewinn ausgewiesen. Analog-Papiere verteuerten sich um 10,4 Prozent auf 36,80 Dollar. Die Aktien des Rivalen Texas Instruments kletterten um 3,6 Prozent auf 32,09 Dollar.

Auch Anteilscheine von Apple legten zu, und zwar um 0,4 Prozent auf 89,51 Dollar. Der Computer-Konzern hatte sich mit dem Netzwerkausrüster Cisco nach wochenlangem Streit darauf geeinigt, dass er sein mit Spannung erwartetes Multimedia-Handy "iPhone" nennen darf. Cisco-Aktien notierten fast unverändert bei 27,40 Dollar.

Die Papiere des PC- und Druckerherstellers Hewlett-Packard gaben den zweiten Tag in Folge nach und verzeichneten ein Minus von 0,8 Prozent auf 40,77 Dollar. Analysten hatten zuletzt Bedenken geäußert, ob der Konzern sein Tempo beim Gewinnwachstum halten kann.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,47 Milliarden Aktien den Besitzer. 1 506 Werte legten zu, 1 756 gaben nach und 211 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,03 Milliarden Aktien 1 646 im Plus, 1 341 im Minus und 174 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 10/32 auf 99-04/32. Sie rentierten mit 4,734 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 20/32 nach auf 98-22/32 und hatten eine Rendite von 4,832 Prozent.

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