Aktienhandel New York
Ölpreis beschert US-Börsen Gewinn

Der hohe Ölpreis hat die Kurse an der Wall Street zum Börsenschluss in die Gewinnzone gezogen. Neben Energiekonzernen wie Exxon Mobil legten auch die Papiere von Google und dem Blackberry-Hersteller RIM zu. Zu den Verlierern zählten einmal mehr Finanztitel wie die Citigroup. Gegen den Trend konnte die Bank of America ein Plus verzeichnen.

HB NEW YORK. Die US-Aktienmärkte haben am Dienstag dank der jüngsten Rekordstände beim Ölpreis Gewinne verbucht. Vor allem Energiekonzerne wie Exxon Mobil legten deutlich zu. Schnäppchenjäger griffen bei Banktiteln zu, deren Kurse zuletzt wegen der Kreditkrise stark gefallen waren. Eine Aufwertung der Papiere von Google und dem Blackberry-Hersteller RIM sorgte für zusätzliche Kauflaune.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent höher bei 13 661 Punkten. Er pendelte zwischen 13 512 und 13 670 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 1,2 Prozent auf 1520 Zähler zu. Der Nasdaq-Index notierte 1,1 Prozent fester bei 2825 Punkten. Unter dem Eindruck anfänglicher Verluste an den US-Börsen hatte zuvor der deutsche Leitindex Dax seine ursprünglichen Gewinne abgegeben und den Handel nur noch 0,3 Prozent höher bei 7827 Punkten beendet.

Die teils massiven Verluste der vergangenen Tage wegen der Kreditmarktkrise seien wohl etwas übertrieben gewesen, sagte Tom Schrader von Stifel Nicolaus Capital Markets. Der Markt mache daher wieder etwas Boden gut.

Zwar fiel der Kurs der größten US-Bank Citigroup erneut um 2,3 Prozent auf 35,08 Dollar. Das Unternehmen hatte weitere Abschreibungen in Milliardenhöhe als Folge der Hypothekenkrise angekündigt. Aktien der Bank of America stiegen aber um 2,5 Prozent auf 45,56 Dollar. Ihr Kurs hatte am Montag wegen des Citigroup-Debakels kräftig nachgegeben.

Die Aktien des Ölmultis Exxon legten 3,1 Prozent auf 90,38 Dollar zu; die Papiere des Konkurrenten Chevron gewannen 2,4 Prozent an Wert. Der Branche dürften die hohen Ölpreise besonders nutzen. Die Notierung für US-Leichtöl war zuvor wegen der schwächeren US-Währung und Sorgen über Versorgungsengpässe mehr als drei Dollar auf ein neues Rekordhoch von 97,10 Dollar gestiegen.

Google-Titel gewannen 2,2 Prozent auf 741,79 Dollar, nachdem der Broker Samford C. Bernstein das Kursziel für die Aktie des Suchmaschinenbetreibers auf 850 Dollar erhöht hatte. RIM-Papiere verteuerten sich um 2,4 Prozent auf 131,04 Dollar. Anlass war ein Bericht, wonach die Bank Credit Suisse das Unternehmen hochgestuft hat.

Die Investmentbank Goldman Sachs sorgte dagegen für schlechte Nachrichten, indem sie Microsoft-Papiere von einer Liste mit Kaufempfehlungen strich. Sie begründete ihr Urteil damit, dass die Dynamik bei der Gewinnentwicklung des weltgrößten Softwareherstellers bereits im ersten Quartal ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. Die Microsoft-Aktie verbilligte sich daraufhin um 0,9 Prozent auf 36,41 Dollar.

Sun Microsystems lagen sogar 9,6 Prozent im Minus bei 5,16 Dollar. Analysten hatten ein besseres Quartalsergebnis erwartet, als der Computerhersteller am Montag nach Börsenschluss bekanntgegeben hatte.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,5 Mrd. Aktien den Besitzer. 2092 Werte legten zu, 1157 gaben nach und 104 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,51 Mrd. Aktien 1693 im Plus, 1268 im Minus und 122 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 102-30/32. Sie rentierten mit 4,375 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 19/32 auf 105-11/32 und hatten eine Rendite von 4,665 Prozent.

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