Aktienhandel New York
Ölwerte stützen US-Börsen

Die US-Börsen haben am Donnerstag kaum verändert tendiert. Eine große Nachfrage nach Werten der Ölbranche konnte die Verluste der Standardwerte nach enttäuschenden Konjunkturdaten nicht ganz ausgleichen.

HB NEW YORK. Die Anleger straften auch den weltgrößten Einzelhändler Wal-Mart ab, der ihnen nach einem Umsatzrückgang im November wenig Hoffnungen auf eine Verbesserung im Weihnachtsmonat machen konnte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen 12 275 und 12 162 Punkten. Er verließ den Handel 0,04 Prozent schwächer bei 12 221 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann dagegen 0,08 Prozent auf 1 400 Stellen, während der Technologie-Index Nasdaq 0,02 Prozent auf 2 431 Zähler nachgab. Auf Monatssicht legten dagegen alle drei Indizes zu: der Dow 1,17 Prozent, der S&P 1,65 Prozent und die Nasdaq 2,75 Prozent.

Die Nasdaq konnte damit den vierten Monat in Folge Kursgewinne verbuchen. Der Dow und der S&P beendeten ihrerseits den fünften Monat in Folge mit einem Plus. Für den Dow ist dies die längste Periode mit Kursgewinnen seit mehr als drei Jahren.

Ein Preissprung beim Rohöl schürte am Donnerstag die Kauflust der Anleger in der Ölbranche. So legten Papiere von Exxon Mobil gut ein Prozent auf 76,81 Dollar zu und gehörten zu den größten Gewinnern im Dax und im S&P. US-Rohöl verteuerte sich um rund 50 Cent auf 62,97 Dollar pro Barrel, nachdem die Lagerbestände in den USA zurückgegangen waren.

Auf den Börsen lastete aber vor allem der Konjunkturindex der Einkaufsmanager aus dem Großraum Chicago (PMI), der im November unerwartet auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gefallen war. Das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer sank auf 49,9 Punkte und signalisierte damit erstmals seit dreieinhalb Jahren eine Kontraktion. Die Märkte wurden von dieser Entwicklung überrascht, da Volkswirte mit einem Anstieg gerechnet hatten.

„Der PMI ist schwächer als erwartet, diese Nachricht wird nicht gern gehört“, sagte Steve Goldman von Weeden & Co. mit Blick auf die unterschwellige Sorge der Anleger um das künftige Wirtschaftswachstum. „Die Investoren zögern, den Markt weiter in die Höhe zu treiben“, sagte Michael Malone von Cowen & Co. Doch die Impulse waren nicht eindeutig. Andererseits seien nämlich Fonds-Manager vor dem Jahresende auf Einkaufstour und brächten so die Wall Street in Schwung, sagte Tim Smalls von Execution LLC.

Konjunkturabhängige Industriekonzerne gehörten zu den größten Verlierern, darunter der Luftfahrtkonzern Boeing und der Chemieproduzent DuPont. Boeing verloren 0,4 Prozent auf 88,53 Dollar, DuPont gaben 2,53 Prozent auf 46,93 Dollar nach. Gleichzeitig stiegen die Anteile des DuPont-Konkurrenten Monsanto, der die Anleger mit der Aussicht auf einen wachsenden Marktanteil im kommenden Jahr begeistern konnte. Monsanto notierten 1,58 Prozent im Plus bei 48,07 Dollar. Der Pharma-Riese Pfizer wurde für eine nach oben geschraubte Gewinnerwartung belohnt und legte 1,55 Prozent zu.

Zu den größten Verlierern im Dow Jones gehörte dagegen Wal-Mart mit einem Abschlag von 1,68 Prozent auf 46,10 Dollar. Die Einzelhandelskette hatte im November zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren einen Rückgang ihres Umsatzes vermeldet. Auch für Dezember wurde kaum mit einer Verbesserung gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,3 Mrd. Aktien den Besitzer, 2149 Werte legten zu, 1190 gaben nach und 131 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,1 Mrd. Aktien 1619 Titel im Plus, 1424 im Minus und 140 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel auf 101-8/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,4678 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen auf 98-29/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,5668 Prozent.

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