Aktienhandel New York
Tech-Werte ziehen Wall Street ins Minus

Gewinnmitnahmen und deutliche Verluste bei den Technologiewerten haben die US-Börsen haben am Donnerstag kräftig ins Minus gezogen. Zudem sorgten Zinsängste nach starken Konjunkturdaten für Gewinnmitnahmen vor einem langen Wochenende in den USA.

HB NEW YORK. Kursverluste des größten Chip-Herstellers Intel beeinflussten die drei wichtigsten Indizes negativ. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 13 441 Punkten um 0,62 Prozent im Minus. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 13 423 und 13 624 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 0,97 Prozent auf 1507 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte bei 2537 Punkten um 1,52 Prozent im Minus.

Eine starke US-Wirtschaft zusammen mit einer boomenden Weltwirtschaft könnte der Federal Reserve einen Grund geben, die Zinsen anzuheben, um die Inflation in Schach zu halten, sagte David Chalupnik vom First American Funds in Minneapolis. Die auf Zinsänderungen empfindlich reagierenden Aktien von Stromversorgern fielen auf den tiefsten Stand seit Februar. So rutschen etwa die Papiere von American Electric Power 3,13 Prozent ins Minus und notierten bei 47,37 Dollar.

Die Papiere von Bauunternehmen und anderen Firmen, die vom Immobilienmarkt abhängen, konnten dagegen ihre Gewinne verteidigen. Der Verkauf von neuen Eigenheimen in den USA verzeichnete im April den stärksten Anstieg seit 14 Jahren und übertraf damit alle Erwartungen. Die Aktien der Baumarktkette Lowe's Cos stiegen um 0,85 Prozent auf 32,06 Dollar. Die Aktien von Boeing stiegen auf ein Rekordhoch, nachdem der Flugzeughersteller einen Auftrag im Wert von mehr als vier Mrd. Dollar erhalten hatte. Die französische Fluggesellschaft Air France hatte die Bestellung von 18 Minijumbos bei Boeing bekannt gegeben. Die Papiere notierten am bei 97,42 Dollar und damit um 1,94 Prozent höher.

Der Nasdaq-Index war um mehr als ein Prozent gefallen, nachdem der PC-Hersteller Dell ankündigt hatte, im Kampf um die Marktführerschaft mit seinem bisherigen Geschäftsmodell, dem Direktverkauf über das Internet, zu brechen. Künftig will Dell seine Rechner auch in Wal-Mart-Geschäften anbieten. Es wurde befürchtet, dass dies die Gewinnmargen der Chipproduzenten schmälern könnte. Dell-Titel gaben 1,41 Prozent auf 25,89 Dollar nach. Die Aktien von Intel, dem größten Chip-Hersteller weltweit, verloren 3,09 Prozent auf 21,97 Dollar.

GM-Aktien schlossen um 3,05 Prozent schwächer bei 30,47 Dollar, nachdem der Autohersteller weitere Belastungen in Höhe von einer Milliarde Dollar wegen seiner insolventen Ex-Tochter Delphi bekannt gab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,77 Mrd. Aktien den Besitzer. 617 Werte legten zu, 2710 gaben nach und 111 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,36 Mrd. Aktien 750 im Plus, 2259 im Minus und 138 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 01/32 auf 97-09/32. Sie rentierten mit 4,845 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 06/32 auf 96-08/32 und hatten eine Rendite von 4,992 Prozent.

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