Aktienhandel New York
Übernahmen lassen Wall Street tanzen

Nachrichten über eine ganze Reihe von Milliardenfusionen haben das Vertrauen der Wall-Street-Anleger am Montag gestärkt und den US-Aktienmärkten kräftigen Auftrieb verliehen. Einen besonders großen Sprung machte die Technologie-Börse Nasdaq.

HB NEW YORK. Die Technologie-Börse Nasdaq und der S&P-Index verzeichneten zu Beginn der neuen Handelswoche den größten Zugewinn seit fast einem Monat. Die Fusionsankündigungen stimmten die Anleger optimistisch, nachdem in der vergangenen Woche vor allem die Erwartung steigender Zinsen die Stimmung an den Aktienmärkten gedämpft und die Kurse auf Talfahrt geschickt hatte. Nicht beteiligt am Kursaufschwung war der Taschencomputer-Hersteller Palm: Auf dem Kurs lastete die Androhung einer Patentklage und drückte ihn um rund 7,5 Prozent ins Minus.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss den ersten Handelstag der Woche mit einem Plus von 1,00 Prozent und einem Stand von 12 105 Punkten. Im Handelsverlauf war er zwischen einem Hoch von 12 117 Zählern und einem Tief von 11 984 Punkten gependelt. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg bis Börsenschluss 1,13 Prozent auf 1379 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,51 Prozent in die Höhe auf einen Stand von 2365 Stellen.

Der Sprung sei hauptsächlich von den Übernahmeaktivitäten provoziert worden, sagte Tim Smalls von Execution LLC in Greenwich, Connecticut. "Das zeigt den Investoren, dass die Unternehmen andere Firmen als wertvoll betrachten", fügte er hinzu. Die Übernahmen ermutigten die auf einen Anstieg setzenden Spekulanten weiter und verbreiteten positive Stimmung am Markt, urteilte auch Händler Michael James von der Investmentbank Wedbush Morgan in Los Angeles.



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Zu den größten der am Montag bekannt gegebenen Fusionen gehörte die Übernahme des Pharma-Konzerns Kos Pharmaceuticals durch Mitstreiter Abbott Laboratories. Abbott baut mit dem 3,7 Mrd. Dollar teuren Zukauf sein Geschäft mit Cholesterin-Medikamenten aus. Wie beide Unternehmen mitteilten, zahlt der Konzern je Kos-Aktie einen Preis von 78 Dollar und damit einen mehr als 50-prozentigen Aufpreis auf den Schlusskurs vom Freitag. Die Kos-Aktien waren gefragt und legten rund 54 Prozent auf 77,06 Dollar zu. Die Abbott-Aktionäre waren hingegen offenbar nicht durchweg begeistert: Die Aktie verloren bis zum Handelsende rund 0,36 Prozent an Wert und wurden zu 47,47 Dollar gehandelt.

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