Aktienhandel New York
US-Börsen im Höhenflug

Hohe Erwartungen an die anstehenden Bilanzzahlen und Hoffnungen auf eine weitere Zinssenkung in der weltgrößten Volkswirtschaft haben den US-Börsen am Dienstag deutliche Gewinne beschert. Das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank zeigte Experten zufolge, dass die Inflationssorgen bei der Fed nicht mehr allzu sehr im Vordergrund stehen. Dow Jones und S&P schlossen auf Rekordständen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,86 Prozent fester bei 14 164 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 14 034 und 14 166 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,81 Prozent auf 1565 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,59 Prozent auf 2803 Punkte.

„Ich glaube, die Kurse sind hochgegangen, weil in den Protokollen einiges an Formulierungen fehlt, was sich auf Inflationsrisiken bezieht“, urteilte Mark Coffelt von Empiric Funds. Wie am Dienstag bekannt wurde, hatten die Notenbanker sich am 18. September einstimmig darauf verständigt, die Zinsen um 50 Basispunkte zu senken, um die US-Wirtschaft vor Schaden im Zuge der Turbulenzen an den Kreditmärkten zu bewahren. Das Protokoll war mit Spannung erwartet worden, weil sich viele davon Aufschluss über die weitere Zinspolitik der Fed erhofften. Marktteilnehmern zufolge ist nun eine weitere Zinssenkung durchaus denkbar.

Schon vor der Veröffentlichung des Protokolls waren die Anleger an der Wall Street in Kauflaune. „Die grundlegende Annahme ist, dass die Gewinnschätzungen für das dritte Quartal so weit nach unten revidiert wurden, dass sie jetzt leicht übertroffen werden können“, erklärte Analyst Peter Dunay vom New Yorker Fonds Leeb Capital Management. Auch Experte Steve Goldman von Weeden & Co. zeigte sich optimistisch, dass die Firmen mit ihren Bilanzen den Markt positiv überraschen. Die Aktien des Dow-Wertes Alcoa verteuerten sich vor diesem Hintergrund um 3,7 Prozent auf 39,72 Dollar.

Google-Aktien legten nach einer Anhebung des Preisziels durch Banc of America Securities um 0,9 Prozent auf gut 615 Dollar zu, nachdem sie erst am Montag erstmals die Marke von 600 Dollar übersprungen hatten. Positive Broker-Kommentare zu Schwergewichten wie Microsoft beflügelten die Technologiewerte insgesamt.

Dagegen trennten sich viele Anleger von Anteilsscheinen des US-Mobilfunkanbieters Sprint Nextel, die um 1,2 Prozent auf 18,28 Dollar nachgaben. Das gegen Kundenabwanderung kämpfende Unternehmen hatte am Vortag seine Prognose heruntergeschraubt und den Rücktritt seines Chefs Gary Forsee bekanntgegeben.

Auch Finanztitel gaben nach. Aktien der Citigroup verloren 0,4 Prozent auf 47,62 Dollar. Auslöser waren neue Nachrichten vom angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Thornburg ,der einem unerwartet hohen Verlust im Quartal entgegensieht. Thornburg-Papiere rutschten fast neun Prozent ab auf 12,29 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,19 Mrd. Aktien den Besitzer. 2292 Werte legten zu, 997 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Mrd. Aktien 1702 im Plus, 1253 im Minus und 123 unverändert. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 5/32 auf 100-23/32. Sie rentierten mit 4,657 Prozent. Die 30-jährigen Bonds lagen unverändert bei 102-04/32 und hatten eine Rendite von 4,863 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%