Aktienhandel New York
US-Börsen kaum zu stoppen

Am Donnerstag konnten sich die Anleger an der Wall Street über positive Konjunkturdaten freuen. Das hat den US-Börsen erneut Auftrieb gegeben. Obwohl die enttäuschenden Geschäftszahlen von General Motors den Aufwärtstrend bremsten, hat der breit gefasste Index S&P 500 auf den höchsten Stand seit sechseinhalb Jahren geschlossen. Der Dow-Jones-Index erreichte zudem ein neues Allzeithoch.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte stieg um 0,22 Prozent auf 13 241,38 Punkte. Der umfassende und vor allem von Börsenprofis vielbeachtete Index S&P 500 übersprang zum ersten Mal seit fast sieben Jahren wieder über die Marke von 1 500 Punkten und schloss bei 1 502,39. Das war ein Plus von 0,43 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,30 Prozent auf 2 565,46 Punkte.

"Langsam macht sich ein wenig Höhenangst breit. Aber dieses Kursniveau wird dadurch gerechtfertigt, dass der Markt nicht so übertrieben bewertet ist wie zur Zeit der großen Internet-Blase 1999", sagte Marktstratege Arthur Hogan von Jefferies & Co. Neue Impulse dürfte es nun durch die an diesem Freitag anstehenden Arbeitsmarktdaten für April geben.

"Die Lohnstückkosten sind unten, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen zurück und der Auftragseingang fiel besser aus als erwartet", sagte Victor Pugliese von First Albany. "All dies kommt zusammen, und der S&P hat dann endlich die 1500 Punkte geschafft". Auch das Wachstum im US-Dienstleistungssektor beschleunigte sich im April überraschend stark: Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) kletterte auf 56,0 Punkte von 52,4 Punkten im März.

Die Anleger reagierten zudem erleichtert auf die Nachricht, dass die Produktivität der US-Wirtschaft zu Jahresanfang überraschend stark zulegte, die Lohnstückkosten aber nur langsam stiegen. Dies dämpfte Inflationsbefürchtungen und schürte so Hoffnungen auf Zinssenkungen. Positiv auf den Handel wirkte sich auch der Rückgang der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus.

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Aktien von General Motors (GM) rutschten mit minus 5,39 Prozent auf 30,69 Dollar an das Ende des US-Leitindexes. Der US-Autobauer steckt weiter in Schwierigkeiten. Trotz erster Erfolge bei der Sanierung seiner US-Autosparte verhagelte die Finanzsparte GMAC die Bilanz. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres gaben Umsatz und Ergebnis deutlich nach. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn brach von 350 Mill. Dollar auf 94 Mill. Dollar ein.

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