Aktienhandel New York
US-Börsen lassen sich ein wenig beruhigen

Angesichts der Furcht vor einer Ausweitung der Hypothekenkrise haben die US-Börsen am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Notenbankchef Ben Bernanke ist laut einem US-Senator zwar bereit, bei Marktturbulenzen alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen. Allzu hohe Erwartungen wurden jedoch gedämpft.

HB NEW YORK. Investoren dürften dies als Hinweis deuten, dass die US-Notenbank zu einer Leitzinssenkung bereit ist, um die Märkte zu stabilisieren. Sie hatte jüngst erst den Diskontsatz gesenkt und könnte im September beim Leitzins nachlegen. Allzu große Euphorie dämpfte indes US-Finanzminister Henry Paulson mit der Warnung, die Probleme am Hypothekenmarkt seien noch lange nicht ausgestanden. Von der wachsenden Risikoscheu der Anleger am Aktienmarkt profitierten Staatsanleihen, die in Zeiten der Krise als sichere Bank gelten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,23 Prozent im Minus bei 13 090 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg um 0,11 Prozent auf 1447 Stellen, der Composite-Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,51 Prozent zu und ging mit 2521 Zählern aus dem Handel.

Für eine gewisse Beruhigung am Markt hätten die Äußerungen von US-Senator Christopher Dodd nach einem Krisentreffen mit Bernanke und Paulson in Washington gesorgt, sagte Angel Mata von Stifel Nicolaus Capital Markets. Dennoch sollten sich die Anleger nicht in Sicherheit wiegen, meint Stephen Massocca von der Investmentbank Pacific Growth Equities. „Jeder wartet irgendwie darauf, dass sich die Fed bewegt. Ich glaube aber nicht, dass wir uns darauf versteifen sollten. Wir müssen mit der jetzigen Lage klarkommen.“

Auswirkungen auf die Kurse hatte unter anderem ein Preisverfall beim Öl: US-Leichtöl gab 1,67 Dollar nach und notierte zeitweilig unter der psychologisch wichtigen Marke von 70 Dollar. Zu der Verbilligung des Rohstoffs trug die Nachricht bei, dass Hurrikan „Dean“ die Ölproduktion im Golf von Mexiko wohl nicht wie zunächst befürchtet beeinträchtigen wird. Die Titel von Energiekonzernen gaben angesichts des bröckelnden Ölpreises nach: Exxon-Mobil-Aktien büßten 1,63 Prozent auf 83,15 Dollar ein, Chevron-Papiere gaben um 0,7 Prozent auf 84,30 Dollar nach.

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