Aktienhandel New York
US-Börsen schließen im Minus

Die wichtigsten US-Börsen sind am Montag zunächst mit leichten Gewinnen in den Handel gestartet. Beim Dow-Jones-Index war sogar die Rekordmarke von 13 000 Punkten in greifbarer Nähe. Im Tagesverlauf haben die Kurse dann jedoch großteils nachgegeben.

HB NEW YORK. Für schlechte Stimmung sorgte der Kommentar eines GM-Managers, die Krise auf dem Hypothekenmarkt in den USA mache auch den Autoherstellern zu schaffen. Zudem belastete ein deutlich gestiegener Ölpreis den Markt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Montag 0,33 Prozent tiefer bei 12 919 Punkten, nachdem er sich im Handelsverlauf zwischen 12 916 und 12 983 Zählern bewegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel 0,23 Prozent auf 1480 Stellen. Der Nasdaq-Composite verlor 0,11 Prozent auf 2523 Punkte.

Dem stellvertretenden Direktoriumsvorsitzenden von General Motors (GM), Bob Lutz, zufolge haben die Probleme des US-Hypothekenmarkts im April den Absatz der Autobranche belastet: „Viele Leute sehen sich in einer Lage, in der sie sich weniger leisten können, und das wirkt sich auf den Markt aus - nicht nur auf uns, sondern auf die gesamte Branche.“ GM-Aktien fielen daraufhin 3,2 Prozent auf 30,67 Prozent.

Auch die Papiere des weltgrößten Pharmakonzerns Pfizer verloren 2,3 Prozent auf 26,35 Dollar, nachdem Analysten von Prudential die Aktie herabgestuft hatten. Ihre Kollegen von der Deutschen Bank taten das gleiche bei Exxon Mobil: Die Aktie des Energiekonzerns fiel 0,7 Prozent auf 79,45 Dollar, obwohl die Ölpreise auf den Terminmärkten deutlich zulegten. Die Verunsicherung über die Entwicklung in Nigeria nach den Präsidentschaftswahlen trieb den Preis für US-Leichtöl 2,5 Prozent höher auf 65,71 Dollar je Barrel (etwa 159 Liter).

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Im Minus notierten auch die Aktien der Bank of America. Das US-Finanzinstitut will im Zuge der geplanten Übernahme von ABN Amro durch Barclays die in Chicago ansässige ABN-Tochter LaSalle kaufen. Der Preis soll bei 21 Mrd. Dollar liegen. Bank-of-America-Aktien fielen gut ein Prozent auf 50,51 Dollar.

Im Blickpunkt der Anleger standen zudem die Papiere des US-Biotech-Unternehmens Medimmune. Diese schossen um 17,83 Prozent in die Höhe, nachdem der Branchenriese AstraZeneca dessen Übernahme im Wert von 15 Mrd. Euro ankündigte.

Nach Börsenschluss wollten unter anderem der weltgrößte Handy-Chip-Hersteller Texas Instruments Zahlen vorlegen. Die Aktie schloss 0,3 Prozent im Minus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,44 Mrd. Aktien den Besitzer. 1572 Werte legten zu, 1721 gaben nach und 147 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,96 Mrd. Aktien 1290 im Plus, 1763 im Minus und 138 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 99-25/32. Sie rentierten mit 4,652 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 9/32 auf 98-23/32 und hatten eine Rendite von 4,830 Prozent.

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