Aktienhandel New York
US-Börsen schließen im Minus

US-Notenbankchef Ben Bernanke hat am Dienstag die Hoffnungen der Anleger auf baldige Zinssenkungen gedämpft. Die Wall Street reagierte darauf mit deutlichen Kursabschlägen. Am Rentenmarkt stiegen zudem die Renditen der Staatsanleihen. Bernanke betonte, dass das Risiko einer steigenden Inflation nach wie vor akut sei und die Wirtschaft langsamer wachsen könnte.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones schloss 0,59 Prozent im Minus bei 13 595 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,53 Prozent auf 1531 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,27 Prozent auf 2611 Stellen. Die Rendite für zweijährige Staatsanleihen stieg erstmals seit Januar auf mehr als fünf Prozent.

Zu den Verlierern gehörten vor allem Immobilien- und Bauwerte, nachdem Bernanke gesagt hatte, die Konjunkturschwäche in der Baubranche werde sich länger hinziehen, als zunächst erwartet worden sei. Hinzu kam eine Gewinnwarnung des Haushaltsgüter-Herstellers Bed Bath & Beyond Inc. und des Küchenproduzenten American Woodmark Corp..

Bed Bath & Beyond machte die gesunkene Nachfrage für seine schlechteren Geschäftsaussichten verantwortlich. Die Aktien gaben um 5,44 Prozent auf 38,27 Dollar nach. American Woodmark erklärte, das Unternehmen werde 2008 die Markterwartungen nicht erfüllen. Die Anteilsscheine verloren daraufhin 9,6 Prozent auf 34,28 Dollar. Die Papiere des Telekom-Ausrüsters Avaya zählten mit einem Plus von 1,85 Prozent auf 17,03 Dollar zu den Gewinnern, nachdem der Konzern einer Übernahme durch Finanzinvestoren zugestimmt hatte.

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Die Aktien von General Motors gaben am Tage der Hauptversammlung 0,76 Prozent auf 30,14 Dollar nach. Der Autohersteller sieht sich bei seinem milliardenschweren Sanierungsprogramm auf Kurs. GM sei auf gutem Wege, den Rest der angepeilten neun Mrd. Dollar struktureller Einsparungen in diesem Jahr zu erreichen, sagte Konzernchef Rick Wagoner. Zugleich betonte er, GM arbeite weiter daran, seine Kosten zu senken. Wagoner bekräftigte ferner das Interesse seines Unternehmens an dem malaysischen Autohersteller Proton.

Die Anteilsscheine des Chipherstellers AMD verloren 1,34 Prozent auf 13,98 Dollar. Ein Analyst der Citibank hatte zuvor erklärt, AMD werde seinen neuen Mikroprozessor Barcelona nicht termingerecht auf den Markt bringen. Ein AMD-Sprecher sagte dazu, das Unternehmen liege bei dem Prozessor im Plan, er werde im Sommer auf den Markt kommen. Die Aktien der Softwarefirma Salesforce stiegen 0,85 Prozent auf 47,46 Dollar, nachdem die Firma eine Kooperation mit Google bekannt gegeben hatte. Am Montag hatte die Spekulation darüber die Aktie bereits sechs Prozent klettern lassen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Mrd. Aktien den Besitzer. 826 Werte legten zu, 2476 gaben nach und 140 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,2 Mrd. Aktien 1084 im Plus, 1911 im Minus und 156 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 14/32 auf 96-06/32. Sie rentierten mit 4,989 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 28/32 auf 94-30/32 und hatten eine Rendite von 5,082 Prozent.

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