Aktienhandel New York
US-Börsen schließen uneinheitlich

Die US-Börsen haben den Handel am Freitag uneinheitlich beendet. Während der Dow Jones nach seiner Rekordjagd eine Verschnaufpause einlegte, schlossen die übrigen Indizes im Plus.

HB NEW YORK. Anleger nutzten die Gunst der Stunde, um Gewinne einzustreichen. Zudem wurden die Standardwerte durch schwächer als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten belastet. Anleger sahen darin einen weiteren Hinweis darauf, dass keine baldige Zinssenkung in den USA bevorstehe. Positive Bewertungen von Unternehmen wie dem Computerspiele-Hersteller Electronic Arts gaben dem Markt dagegen Auftrieb. Mit Enttäuschung aufgenommene Quartalszahlen von Amazon begrenzten die Gewinne der Technologiebranche allerdings etwas. Unterdessen stieg der Ölpreis über die Marke von 59 Dollar je Barrel - das habe vor dem Wochenende einige Gewinnmitnahmen ausgelöst, sagten Marktteilnehmer.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg kurz nach Handelsbeginn auf ein Rekordhoch von 12 683 Punkte, gab dann aber nach und schloss 0,16 Prozent im Minus bei 12 653 Punkten. Sein Tagestief hatte er bei 12 638 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte dagegen um 0,17 Prozent auf 1448 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 2475 Punkte. Im Wochenverlauf stieg der Dow um 1,3 Prozent, der S&P-500 um 1,8 Prozent und der Nasdaq um 1,7 Prozent.

Im Fokus standen Händlern zufolge die Arbeitsmarktdaten. Diese seien auf den zweiten Blick recht robust ausgefallen, hieß es. Sie nährten Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank nicht, lieferten aber Grund zu Konjunktur-Optimismus, sagten Händler. Zwar stieg die Zahl der Arbeitsplätze im Januar weniger als erwartet. Allerdings entstanden im vergangenen Vierteljahr außerhalb der Landwirtschaft deutlich mehr Stellen als bislang angenommen. „Dies ist eine Bestätigung dafür, dass die Wirtschaft im vierten Quartal sehr gut lief. Wir wissen bereits, dass sie sich im ersten Quartal abschwächt - aber nicht genug, um sich Sorgen zu machen“, sagte Marc Pado von Cantor Fitzgerald in San Francisco. „Die US-Wirtschaft liefert weiterhin ein relativ starkes Job-Wachstum“, sagte auch Neil Mellor von der Bank of New York.

Auf dem Dow lasteten auch die Aktien der Baumarktkette Home Depot, die ihre Führungsspitze neu ordnet. Ihre Papiere gaben 0,6 Prozent auf 40,83 Dollar nach. Zu den größten Verlierern im Nasdaq gehörte Amazon. Die Aktien des Internethändlers verloren 3,4 Prozent auf 37,39 Dollar. Zwar hatte der Konzern am Vorabend einen Quartalsgewinn über den Erwartungen vermeldet. Hinweise auf einen Kostendruck enttäuschten aber die Anleger. Auch Analysten zeigten sich skeptisch. Prudential zufolge ist die Aktie überbewertet und dieser Aufschlag werde nicht von den Ergebnissen gestützt.

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