Aktienhandel New York
US-Börsen treten auf der Stelle

Die Schieflage der britischen Hypothekenbank Northern Rock hat die Subprime-Krise wieder in den Fokus gerückt und Finanzwerte belastet. Energiepapiere konnten ihre Gewinne dagegen dank eines neuen Ölpreisrekords ausweiten. Die US-Börsen haben in Folge dessen am Freitag nahezu unverändert geschlossen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,13 Prozent im Plus bei 13 442 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte kaum verändert bei 1484 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging mit 2602 Punkten ebenfalls fast unverändert aus dem Handel. Im Wochenverlauf stieg der Dow um 2,5 Prozent, der S&P-500 um 2,1 Prozent und der Nasdaq um 1,4 Prozent.

Schlechter als erwartet ausgefallene Zahlen zum US-Einzelhandel stützen die Hoffnung auf eine Zinssenkung. „Die Wirtschaft wird zwar schwächer, aber das ist gleichzeitig gut für die Zinssätze“, sagte Edgar Peters von Panagora Asset Management in Boston. Wie das Handelsministerium mitteilte, wuchsen die Umsätze der Branche im August etwas geringer als von Analysten erwartet. Die Umsätze des Einzelhandels gelten als wichtiger Indikator für die gesamte US-Wirtschaft. Sie machen etwa ein Drittel der gesamten Verbraucherausgaben aus.

Dagegen drückte die Krise bei Northern Rock die Stimmung an den Börsen. Die Bank war wegen der hohen Zinsen am Geldmarkt unter Druck geraten und musste einen Notfall-Kredit der Bank of England in Anspruch nehmen. Dies belastete auch die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. „Northern Rock ist psychologisch gesehen auf jeden Fall wichtig“, sagte Cummins Catherwood von Rutherford, Brown & Catherwood in Philadelphia. Man frage sich, welche Überraschungen noch zu erwarten seien, wenn die Investmentbanken nächste Woche ihre Quartalszahlen veröffentlichen würden.

Merrill Lynch warnte bereits am Freitag, „schwierige Bedingungen“ bei den Krediten hätten im Zuge der Vorbereitung des Quartalsberichtes die Anpassung einiger Bewertungen erforderlich gemacht. Die Titel der Investmentbank verloren 0,65 Prozent und notierten bei 74,65 Dollar. Auch die Aktien von Bear Stearns fielen: Sie notierten rund zwei Prozent tiefer bei 117,19 Dollar.

Die Titel von Intel und American Express verbuchten ebenfalls Verluste: Medienberichten zufolge stufte Merrill Lynch beide Unternehmen herab. Intel-Papiere gaben 1,66 Prozent nach, die Aktien von American Express verbilligten sich um 2,74 Prozent. Der Ölpreis erreichte im Handelsverlauf den dritten Tag in Folge ein neues Rekordhoch und stieg bis auf rund 80,30 Dollar je Barrel. Bis Handelsschluss sank der Preis jedoch wieder auf 79,12 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,2 Mrd. Aktien den Besitzer. 1779 Werte legten zu, 1488 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,56 Mrd. Aktien 1626 im Plus, 1300 im Minus und 159 unverändert.

An den US-Kreditmärkten blieben die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert bei 102-7/32. Sie rentierten mit 4,468 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 2/32 auf 104-11/32 und hatten eine Rendite von 4,726 Prozent.

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