Aktienhandel New York
US-Börsen trotz Hypothenkrise im Plus

Trotz anhaltender Sorgen wegen der Hypothekenkrise haben die US-Börsen am Freitag den Handel mit Gewinnen beendet. Positiv interpretierte Arbeitsmarktdaten und Gewinne bei den Technologiewerten verhinderten ein Abrutschen. Nicht alle Werte aber kamen glimpflich davon.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,2 Prozent zu auf 13 595 Punkte. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 13 446 und 13 633 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss leicht im Plus bei 1510 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq kletterte um 0,56 Prozent auf 2810 Stellen. Im Wochenverlauf fiel der Dow um 1,53 Prozent und der S&P um 1,67 Prozent. Der Nasdaq legte dagegen 0,22 Prozent zu.

Bankenwerte mussten wie schon am Vortag herbe Abschläge einstecken. „Das Kredit-Thema ist noch aktuell“, sagte Richard Steinberg von Steinberg Global Asset Management. „Das ist es, was dem Markt zusetzt. Wenn die nervös werden, dann lautet das Motto Erst schießen, dann zielen.“

Merrill-Lynch-Aktien verloren zwischenzeitlich 11,5 Prozent an Wert, so viel wie seit Oktober 1989 nicht mehr. Die Deutsche Bank hatte das Papier herabgestuft, weil die Investmentbank wohl weitere milliardenschwere Abschreibungen im vierten Quartal im Zusammenhang mit der Hypothekenkrise verkraften müsse. Zusätzlich machte der Aktie ein Bericht des „Wall Street Journal“ zu schaffen, wonach es bei Merrill Lynch zu Unregelmäßigkeiten bei Transaktionen zur Linderung der Krise gekommen sein soll. Die Bank wies den Bericht zurück, was für etwas Erleichterung sorgte. Die Aktie ging mit einem Minus von 7,91 Prozent aus dem Handel und kostete damit 57,28 Dollar.

Auch andere Bankentitel verbuchten Abschläge: Die Citigroup-Aktie, die bereits am Vortag nach einer Herabstufung zu den großen Verlierern gezählt hatte, fiel um zwei Prozent auf 37,73 Dollar. Das Papier der Bank of America musste Verluste von 1,3 Prozent verkraften. Die Titel fielen auf 45,11 Dollar.

Für gute Stimmung sorgten hingegen unerwartet gute Arbeitsmarktzahlen. Nach Angaben der US-Regierung wurden mit 166 000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft etwa zwei Mal so viele geschaffen wie von Experten erwartet.

An der Nasdaq stach der Videospiele-Hersteller Electronic Arts heraus, der im abgelaufenen Quartal ein besseres Ergebnis erzielte als erwartet. Die Aktie wurde mit einem Kursanstieg um 2,93 Prozent auf 60,46 Dollar belohnt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,71 Mrd. Aktien den Besitzer. 1510 Werte legten zu, 1717 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,44 Mrd. Aktien 1455 im Plus, 1475 im Minus und 114 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 06/32 auf 103-11/32. Sie rentierten mit 4,324 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 09/32 auf 106-02/32 und hatten eine Rendite von 4,622 Prozent.

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