Aktienhandel New York
Wall Street: Daten stützen, Öl belastet

Die US-Börsen haben am Donnerstag fester geschlossen. Positive Konjunkturdaten stützten den Markt. Zudem nutzten viele Anleger nach drei Tagen mit Verlusten die niedrigen Kurse, um wieder Aktien zu kaufen. Dagegen belasteten der gestiegene Ölpreis und das Minus bei Halbleiterwerten die Börsen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg 0,4 Prozent auf 12 349 Punkte. Er pendelte zwischen 12 268 und 12 382 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 notierte 0,4 Prozent höher bei 1 423 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,03 Prozent auf 2 418 Stellen.

"Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung bleibt niedrig und das Bruttoinlandsprodukt steigt", sagte Analyst Brian Gendreau von ING Investment Management. "Das ist ein ziemlich gutes Klima für Unternehmenstitel."

Die Regierung in Washington hatte mitgeteilt, dass in der vergangenen Woche 308 000 Menschen das erste Mal einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt hätten. Damit fiel die Zahl überraschend auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Monaten.

Zudem wuchs die US-Wirtschaft Ende 2006 etwas stärker als zunächst angenommen. Das Handelsministerium revidierte seine Zahlen für das vierte Quartal auf 2,5 Prozent nach oben.

Doch die steigenden Ölpreise trübten die Stimmung. Grund waren die zunehmenden Spannungen wegen der im Iran festgehaltenen Soldaten aus Großbritannien. Sie trieben den Preis für leichtes US-Öl zur Lieferung im Mai um 3,1 Prozent auf 66,06 Dollar je Barrel in die Höhe.

So hielten sich die Gewinne in Grenzen. Der Kurs der Bank Citigroup etwa stieg um 0,9 Prozent auf 51,40 Dollar. Sie hatte angekündigt, die Zahl ihrer Filialen in China im Laufe des Jahres auf mehr als 30 zu verdoppeln. Der Telekomkonzern AT&T lag 0,6 Prozent im Plus bei 39,17 Dollar.

An der Nasdaq gab der Chiphersteller RF Micro Devices den Trend vor. Der Kurs glitt 10,8 Prozent auf 6,31 Dollar ab. Analysten hatten die Aktie heruntergestuft, weil das Unternehmen vor einer niedrigen Nachfrage nach seinen Produkten gewarnt hatte. Auch der Halbleiterproduzent ATMI senkte seine Prognose für das erste Quartal. Sein Aktienkurs gab 6,8 Prozent auf 30,68 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,51 Mrd. Aktien den Besitzer. 2079 Werte legten zu, 1224 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,93 Mrd. Aktien 1511 im Plus, 1470 im Minus und 164 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 99-26/32. Sie rentierten mit 4,646 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 1/32 auf 98-18/32 und hatten eine Rendite von 4,840 Prozent.

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