Aktienhandel New York
Wall Street dreht spät ins Minus

Nach der anfänglich guten Stimmung an den US-Börsen, sorgte das neue Rekordhoch des Ölpreises am Ende doch für ein Minus. Zunächst konnten die guten Zahlen der Handelskette Wal-Mart und Gewinne beim Dow-Jones-Neuling Chevron die Märkte beflügeln. Aber auch eine Milliardenabschreibung in Folge der Finanzkrise belastete die Wall Street.

HB NEW YORK. Der Anstieg des Ölpreises auf ein Rekordhoch hat am Dienstag die Stimmung an den US-Aktienmärkten belastet. Ein Preis des wichtigen Rohstoffes von zeitweise mehr als 100 Dollar schürte Sorgen über die Kaufkraft der Verbraucher. Profitieren konnten dagegen die Aktien von Energiekonzernen wie Exxon Mobil und dem Dow-Jones-Neuling Chevron, die im US-Börsenbarometer die höchsten Gewinne verzeichneten. Eine Milliardenabschreibung bei der Schweizer Großbank Credit Suisse belastete die Finanzwerte.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte drehte im Nachmittagshandel ins Minus und schloss bei 12 337 Punkten, das entspricht einem Rückgang um 0,09 Prozent. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 505 und 12 304 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,09 Prozent auf 1348 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,67 Prozent auf 2306 Punkten nach. Der deutsche Leitindex Dax hatte noch um 0,5 Prozent höher bei 7002 Zählern geschlossen.

Der Anstieg des Ölpreises scheine ein Anlass für die Verkäufe gewesen zu sein, sagte Joe Saluzzi von Themis Trading. "Die Rally hatte aber ohnehin kaum Substanz." Sorgen wegen des Nachschubs aus Venezuela, Nigeria und Russland sowie Erwartungen, die OPEC könnte die Förderung bei ihrem nächsten Treffen im März nicht anheben, haben den Preis des Rohstoffes zeitweise auf ein Rekordhoch von 100,10 Dollar getrieben. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl kostete mit etwa 99,50 Dollar vier Dollar mehr als am Vortag. Davon profitierten die Ölwerte: Exxon-Aktien stiegen um 1,92 Prozent, Chevron-Titel gewannen 1,45 Prozent.

Die Wal-Mart-Aktie lag 0,44 Prozent im Plus. Der Einzelhändler hatte zuvor bekanntgegeben, erstmals mehr als 100 Mrd. Dollar in einem Quartal umgesetzt zu haben.

An der Nasdaq gaben Microsoft-Aktien 0,49 Prozent nach. Die New York Times hatte über Pläne des Unternehmens berichtet, eine feindliche Übernahme von Yahoo voranzutreiben. Yahoo-Aktien verloren 2,19 Prozent.

Belastet wurde die Stimmung erneut von einer Milliardenabschreibung in Folge der Finanzkrise. Credit Suisse hatte am Morgen erklärt, sie müsse voraussichtlich 2,85 Mrd. Dollar abschreiben. Im ersten Quartal des Jahres dürfte dies den Gewinn den Angaben zufolge um eine Milliarde Dollar drücken. An der Wall Street büßten die Papiere 5,23 Prozent ein. Das zog auch US-Banken ins Minus: Die Morgan Stanley-Titel verloren 1,72 Prozent, die Aktien von JPMorgan gaben 0,97 Prozent nach.

Am Montag waren die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen gewesen. Am Freitag hatte der Leitindex leicht im Minus geschlossen.

An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,43 Mrd. Aktien den Besitzer. 1762 Werte legten zu, 1380 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Mrd. Aktien 1392 im Plus, 1528 im Minus und 140 unverändert. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 36/32 auf 96-21/32. Sie rentierten mit 3,906 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 48/32 auf 95-03/32 nach und hatten eine Rendite von 4,680 Prozent.

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