Aktienhandel New York
Wall Street gibt Gewinne wieder ab

Die anhaltende Serie von Übernahmen hat den US-Börsen am Mittwoch zwar zu einem guten Start in den Handel verholfen, im weiteren Tagesverlaufen rutschten die wichtigsten Indizes jedoch wieder ins Minus. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen die Titel des Aluminiumgiganten Alcoa.

HB NEW YORK. Die US-Aktienmärkte haben nach Äußerungen von Ex-Notenbankchef Alan Greenspan über einen möglichen Kursrutsch in China am Mittwoch ihre Gewinne eingebüßt. Greenspan hatte bei einem Manager-Treffen vor einem dramatischen Abschwung am derzeit boomenden chinesischen Aktienmarkt gewarnt. Zuvor hatten Übernahmefantasien und gute Unternehmenszahlen den US-Aktienmärkten Auftrieb gegeben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,11 Prozent im Minus bei 13 525 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13 609 und 13 505 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,12 Prozent auf 1 522 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 0,42 Prozent auf 2 577 Stellen nach.

"Es gab einige Kommentare über eine Blase in China, und das hat unseren Markt umgedreht. Beim letzten großen Ausverkauf lag der Auslöser in China, darum haben einige Leute aggressiver verkauft", sagte der UBS-Händler Bobby Harrington. Greenspan hatte bei einem Manager-Treffen per Telefonkonferenz den Boom in China als eindeutig nicht nachhaltig eingestuft.

Den Handel in Nasdaq und S&P belastete zudem ein Abwärtstrend bei Tech-Werten, nachdem der Chiphersteller Analog Devices einen Gewinnrückgang ausgewiesen hatte. Analog-Devices-Papiere sackten am Mittwoch um knapp zehn prozent ab.

Zuvor standen die Titel des Aluminiumgiganten Alcoa im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Aktien legten bis Börsenschluss um 3,65 Prozent auf 40,37 Dollar zu, nachdem Alcan ein milliardenschweres Alcoa-Übernahmeangebot abgelehnt hatte. Einem kanadischen Zeitungsbericht zufolge soll Alcan nun mit dem internationalen Bergbaukonzern BHP Billiton über eine Übernahme verhandeln. Alcan-Aktien verteuerten sich in New York um sechs Prozent auf 85,89 Dollar.

Die Hoffnung einiger Anleger auf eine Übernahme des "Wall Street Journal"-Herausgebers Dow Jones ließ dessen Aktien um 2,5 Prozent steigen. Die Zeitung berichtete selbst, dass die Mehrheitsaktionäre der Familie Bancroft am Mittwoch wegen des Übernahmeangebots von Medienzar Rupert Murdoch zusammenkommen wollten.

Von unerwartet starken Unternehmenszahlen profitierten die Papiere des Einzelhandelskonzerns Target, die um knapp ein Prozent auf 58,60 Dollar zulegten. Überraschend stark fiel auch das Ergebnis beim Medizintechnik-Unternehmen Medtronic aus, dessen Aktien legten in Folge um 4,29 Prozent auf 52,98 Dollar zu.

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