Aktienhandel New York
Wall Street schließt fester

Die US-Börsen sind am Dienstag nach den deutlichen Verlusten vom Vortag leicht erholt aus dem Handel gegangen. Die positiven Nachrichten von Hewlett-Packard sorgten für eine gute Stimmung, sagten Händler. Gegen den Trend entwickelten sich wieder einmal die Bankwerte.

HB NEW YORK. Nach einer turbulenten Berg- und Talfahrt sind die US-Börsen am Dienstag beflügelt von der Energiebranche mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Mit überraschend positiven Ausblicken des Computerherstellers Hewlett-Packard startete die Wall Street zunächst freundlich. Doch dann bereitete die Kreditkrise den Händlern erneut Sorgen und ließ die Papiere von Hypothekenfinanzierern wie Countrywide und Freddie Mac einbrechen. Die Konjunkturprognose der US-Notenbank Fed enttäuschte die Anleger ebenfalls. Doch kurz vor Handelsschluss trieb der Ölpreis von über 98 Dollar Energiewerte in die Höhe. Die Indizes machten daraufhin Boden gut und schlossen im Plus.

Der Dow Jones pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 13 107 und einem Tief von 12 839 Zählern. Er verließ den Handel 0,4 Prozent im Plus bei 13.010 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,45 Prozent auf 1439 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,13 Prozent auf 2596 Punkte zu. In Frankfurt schloss der Dax 1,58 Prozent im Plus bei 7630 Punkten und konnte so seine Vortagesverluste mehr als wettmachen.

Gute Nachrichten von Hewlett-Packard halfen den Indizes nach den drastischen Verlusten des Vortags gleich zu Handelsbeginn wieder auf die Beine. Die HP-Aktien schlossen nach einem vorübergehend Minus 0,24 Prozent im Plus.

Im Handelsverlauf ließen die Auswirkungen der Immobilienkrise die Finanzbranche nicht los. Der größte US-Hypothekenfinanzierer Countrywide Financial gab vorübergehend um bis zu 22 Prozent auf 8,21 Dollar nach, nachdem Analysten den Konzern aus Sorge vor wachsenden Kreditausfällen heruntergestuft hatten. Gerüchte über Liquiditätsprobleme wies das Unternehmen entschieden zurück. Später erholten sich die Papiere etwas und schlossen mit 10,28 Dollar.

Der Branchenzweite Freddie Mac wies angesichts von Zahlungsausfällen im Zuge der Immobilienkrise einen Quartalsverlust von zwei Milliarden Dollar aus. Freddie-Mac-Aktien fielen um knapp 29 Prozent.

"Wir hatten letzte Nacht gute Zahlen von Hewlett und einigen Einzelhändlern", sagte Tom Schrader von Stifel Nicolaus Capital Markets. "Die Leute beobachten aber wohl die Lage bei Freddie und denken, dass es so schlecht ist wie es nur sein kann." Die US-Notenbank schraubte ihre Erwartungen für das Wachstum der größten Volkswirtschaft der Welt zurück. Die Währungshüter rechnen im kommenden Jahr nur noch mit einem Wachstumsplus von 1,8 bis 2,5 Prozent. Anleger zeigten sich von dieser Prognose enttäuscht.

Die Energiewerte gaben schließlich den Ausschlag für die Rückkehr ins positive Terrain und den Abschied der Aktienindizes von ihren Drei-Monats-Tiefs. Beflügelt vom hohen Ölpreis legte ExxonMobil 4,41 Prozent auf 87,82 Dollar zu.

Das Geschehen auf dem Parkett war insgesamt durch den nahenden Thanksgiving-Feiertag geprägt. Da viele Händler schon vor der regulären Börsenschließung am Donnerstag in Urlaub gefahren waren, war der Handel starken Schwankungen unterworfen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,9 Milliarden Aktien den Besitzer. 1632 Werte legten zu, 1663 gaben nach und 78 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 2,6 Milliarden Aktien 1237 Titel im Plus, 1763 im Minus und 125 unverändert.

Weitere aktuelle Berichte von den internationalen Börsen finden Sie hier



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%