Aktienhandel New York
Wall Street schließt im Minus

Zweifel an weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank haben die US-Börsen nach anfänglichen Kursgewinnen ins Minus drehen lassen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss 0,53 Prozent tiefer bei 12 200 Punkten. Zuvor hatte die Wall Street noch von positiv aufgenommenen Quartalszahlen des Medien- und Unterhaltungskonzerns Walt Disney profitiert.

HB NEW YORK. Zweifel an weiteren Zinssenkungen der US-Notenbank in naher Zukunft haben die US-Börsen am Mittwoch trotz anfänglicher Kursgewinne im Minus schließen lassen. Die beiden Fed-Vertreter Charles Plosser und Jeffrey Lacker hatten auf verschiedenen Veranstaltungen darauf hingewiesen, dass die Notenbank die anhaltend hohe Inflation in diesem Jahr trotz der schwächelnden Wirtschaft genau im Auge behalten müsse. Die Teuerung bleibe ein Problem. Damit scheint ein weiterer Zinsschnitt der Fed, über den am Markt zu Wochenbeginn noch spekuliert worden war, eher wieder unwahrscheinlich.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,53 Prozent tiefer bei 12 200 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 12 178 und 12 390 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,76 Prozent auf 1 326 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,33 Prozent nach auf 2 278 Stellen.

Die beiden Fed-Vertreter wollten wohl einfach nur die Erwartungen etwas dämpfen nach den Spekulationen zu Wochenbeginn, sagte Investment-Stratege Subodh Kumar von Subodh

Zuvor hatte die Wall Street noch von positiv aufgenommenen Quartalszahlen des Medien- und Unterhaltungskonzerns Walt Disney profitiert, der am Markt als Indikator für die Stimmung der Verbraucher gilt. Er konnte dank steigender Besucherzahlen in seinen Freizeitparks im ersten Geschäftsquartal mehr verdienen als erwartet. Auch für das laufende Jahr gab sich der Konzern optimistisch. Die Anleger zeigten sich erfreut, weil die Immobilienkrise offenbar noch nicht auf die breitere Wirtschaft übergreift: Die Aktie legte 4,8 Prozent zu.

Konkurrent Time Warner legte einen Gewinn vor Sonderposten im Rahmen der Analystenprognosen vor. Für 2008 erwartet der Konzern zwar eine Verlangsamung des Wachstums, das aber immer noch stärker ausfallen könnte als von Experten vorhergesagt. Die Time-Warner-Papiere verteuerten sich um gut zwei Prozent.

Auch das überraschend kräftige Produktivitätswachstum der US-Wirtschaft Ende 2007 hatte dem Markt zeitweise Auftrieb gegeben. Stephen Massocca von Pacific Growth Equities sagte, es sei das erste Mal seit langem gewesen, dass es positive Nachrichten zur Wirtschaft gegeben habe.

Von der angehobenen Übernahmeofferte des weltgrößten Bergbaukonzerns BHP Billiton für die Nummer zwei Rio Tinto profitierte vorübergehend auch der Aluminium-Konzern Alcoa. Alcoa ist gemeinsam mit einem chinesischen Partner an dem australischen Rio-Tinto-Konzern beteiligt. Die Aktien von Alcoa gewannen im Verlauf fast zwei Prozent, gingen am Ende aber mit einem Abschlag von 0,3 Prozent aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,55 Mrd. Aktien den Besitzer. 1168 Werte legten zu, 1952 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,4 Mrd. Aktien 1056 im Plus, 1895 im Minus und 113 unverändert. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 9/32 auf 105-10/32. Sie rentierten mit 3,600 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 21/32 nach auf 110-16/32 und hatten eine Rendite von 4,360 Prozent.

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