Aktienhandel New York
Wall Street schließt leicht im Plus

Die Wall Street hat am Montag leicht im Plus den Handel beendet. Gestiegene Ölpreise gaben dem Energiesektor wieder Schwung. Belastend hatte zuvor der Kursrutsch in China gewirkt - ein Trend der jedoch kompensiert werden konnte.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones schloss 0,06 Prozent im Plus bei 13 676 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 lag 0,18 Prozent im Plus mit 1 539 Punkten; der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,17 Prozent auf 2618 Stellen.

Nachrichten über ein Sturmtief vor der arabischen Halbinsel, das den Öltransport beeinträchtigen könnte, zogen den Preis für ein Barrel (rund 159 Liter) Rohöl in London auf über 70 Dollar, ein Plus von etwa 1,36 Dollar. Aktien von Ölgesellschaften zogen mit: So legte Chevron Corp. um 1,1 Prozent auf 83,13 Dollar zu. "Die wichtigste Story heute ist Energie", sagte Scott Vergin, Portfolio-Manager von Thrivent Financial in Minneapolis.

So konnte auch der Absturz der Börse von Schanghai nicht ernsthaft auf die Wall Street durchschlagen. Rund acht Prozent war sie in den Keller gegangen und hatte damit zunächst neue Befürchtungen geweckt, der Aktienmarkt in China könnte nach einem kometenhaften Aufstieg jetzt in eine deutliche Konsolidierungsphase gehen. "Der Markt hat wegen der Nachrichten aus China schwächer geöffnet, aber ich glaube, wir können das abschütteln", sagte Victor Pugliese von First Albany Corp. in San Francisco.

Zu den Gewinnern des Tages gehörten neben den Energieunternehmen die Papiere des Bayer-Partners Onyx Pharmaceuticals, die um 8,55 Prozent auf 33,52 Dollar zulegten. Grund waren positive Studienergebnisse zu einem Medikament gegen Leberkrebs, das beide Firmen gemeinsam entwickeln. Der Aktienkurs von Wal-Mart stieg um 3,5 Prozent auf 51,21 Dollar. Mehrere Broker hatten ihre Bewertung für Titel des größten US-Einzelhändlers angehoben. Die Anteilsscheine des Taschencomputer-Herstellers Palm legten um 9,2 Prozent auf 17,57 Dollar zu. Den Kurs beflügelte die Ankündigung Unternehmens, einen 25-prozentigen Anteil an die Investmentfirma Elevation Partners verkaufen zu wollen.

Die Aktien des Elektronik-Unternehmens Solectron stiegen um 15,13 Prozent auf 3,88 Dollar. Der Konzern soll vom Konkurrenten Flextronics International für 3,6 Mrd. Dollar übernommen werden. Auf der Verliererseite waren vor allem Fluggesellschaften, nachdem Continental Airlines niedrigere Umsätze pro Passagier im Mai gemeldet hatte. Anleger befürchteten, der Trend könnte sich in der Hauptreisezeit fortsetzen. Continental-Aktien verloren 6,1 Prozent auf 37,45 Dollar. Die Papiere von UAL Corp., dem Mutterkonzern von United Airlines, fielen um 6,63 Prozent auf 36,21 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,35 Mrd. Aktien den Besitzer. 1935 Werte legten zu, 1377 gaben nach und 151 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,94 Mrd. Aktien 1571 im Plus, 1465 im Minus und 127 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 5/32 auf 96-19/32. Sie rentierten mit 4,935 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 13/32 auf 95-22/32 und hatten eine Rendite von 5,030 Prozent.

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