Aktienhandel New York
Wall Street schließt schwächer

Die US-Börsen haben am Dienstag bereits den dritten Tag in Folge nachgegeben. Händler sagten, Sorgen vor weiteren Auswirkungen der Hypotheken-Krise hätten die Kurse gedrückt. Zudem belasteten schlechter als erwartete Konjunkturdaten.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent schwächer mit 13 337 Punkten, nachdem er im Verlauf zwischen 13 308 und 13 452 Zählern gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,3 Prozent auf 1 492 und der Index der Technologiebörse Nasdaq 0,1 Prozent auf 2 574 Stellen.

Der Verkauf der US-Eigenheime sank im Mai um 1,6 Prozent auf (aufs Jahr hochgerechnet) 915 000 Stück. Experten hatten mit 925 000 gerechnet. Der Preis stieg indes um 1,5 Prozent, nachdem er im April abgestürzt war. Der Boom am US-Immobilienmarkt war in den vergangenen Jahren wichtiger Antrieb für die Konjunktur. Mit steigenden Zinsen stürzte die Branche aber in eine Krise, die zunehmend auch die Stimmung an den Finanzmärkten belastet. "Ich glaube nicht, dass die Probleme bei dem Thema schon vom Tisch sind", sagte der Portfolio-Manager Sam Rahman von Baring Asset Management. Dies gelte vor allem mit Blick auf zweitklassige Hypotheken.

Das US-Verbrauchervertrauen fiel auf 103,9 Punkte. Analysten hatten mit 105,5 Zählern gerechnet. Das Institut verwies zur Begründung auf zunehmende Job-Sorgen der US-Verbraucher. Händler sagten, Anleger kauften vermehrt Papiere, von denen sie glaubten, dass sie einer Wirtschaftsschwäche widerstehen können. Dazu gehörten der Tabak-Konzern Altria, die 1,2 Prozent stiegen, und der US-Pharmahersteller Merck, dessen Papiere 1,6 Prozent zulegten.

Der Preis für US-Leichtöl fiel um 1,8 Prozent auf 67,94 Dollar. Händler sagten, der anstehende Bericht der US-Regierung werde wohl gestiegene Öl-Lagerbestände ausweisen.

Die Papiere des Diagnostik-Herstellers Ventana stiegen um 48 Prozent auf 76,43 Dollar. Roche hat drei Milliarden Dollar oder 75 Dollar je Ventana-Aktie geboten. 28 Prozent auf 24,21 Dollar nach oben ging es für die Aktien der US-Chemiefirma Huntsman. Der niederländische Wettbewerber Basell hatte ein Kaufangebot über 9,6 Milliarden Dollar oder 25,25 Dollar pro Anteilsschein präsentiert. Die Ankündigung dieser Fusionen schürte Hoffnungen der Investoren auf weitere Zusammenschlüsse.

Die Aktien des US-Finanzinvestors Blackstone fielen um 5,2 Prozent auf 30,75 Dollar und damit unter die 31 Dollar, zu denen die Papiere am Freitag ausgegeben worden waren. Papiere von Dow Jones legten 2,1 Prozent zu. Kreisen zufolge kommt die News Corp von Rupert Murdoch wohl dabei voran, Dow Jones für fünf Milliarden Dollar zu kaufen.

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