Aktienhandel New York
Wall Street trotzt Pfizer-Debakel

Eine Erholung des Dollars und Unternehmensfusionen haben den US-Börsen am Montag zu deutliche Kursgewinnen verholfen. Der Optimismus der Anleger hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung wurde durch den fallenden Ölpreis weiter gestärkt und drängten das Debakel des Pharmakonzerns Pfizer in den Hintergrund. Der Börsenwert des Unternehmens ist seit Freitag zeitweise um bis zu 28 Milliarden Dollar eingebrochen, nachdem das US-Unternehmen das Scheitern eines vielversprechenden Cholesterin-Medikaments bekannt gegeben hatte. Positive Signale kamen auch durch einen Bericht, der Hinweise auf eine Stabilisierung des Immobilienmarktes gab.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York um 0,74 Prozent fester bei 12 283 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 309 und 12 195 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,89 Prozent auf 1409 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 1,46 Prozent auf 2448 Punkte.

„Im Handel herrscht Erleichterung über den Stopp des Dollar-Rückgangs“, sagte Stephen Massocca von der Investment-Bank Pacific Growth Equities. Die Stimmung der Anleger verbessert hätten auch die Fusionsnachrichten. Wenn der Dollar allerdings weiter falle, würde das zur Belastung. Der Euro wurde in New York mit 1,3321 Dollar gehandelt. Gestützt habe zudem die von schwachen US-Immobiliendaten genährte Spekulation um eine mögliche Zinssenkung der US-Notenbank Fed.

Bei den Fusionsnachrichten stand an erster Stelle die Bank of New York. Sie schluckt für 16,5 Mrd. Dollar den Vermögensverwalter Mellon Financial und rückt damit zu einem der größten Vermögensverwalter der USA auf. Der neue Konzern werde The Bank of New York Mellon Corp. heißen und eine Marktkapitalisierung in Höhe von rund 43 Mrd. $ haben, hieß es. Nach der Bekanntgabe der Übernahme verzeichneten die Bank-of-New-York-Papiere einen Kurssprung von zwölf Prozent auf 39,75 Dollar. Die Aktien von Mellon verteuerten sich um 6,82 Prozent auf 42,78 Dollar.

Eine weitere Milliardenfusion bahnte sich in der US-Halbleiterbranche an: Der Speicherchiphersteller LSI Logic kündigte den Kauf des Konkurrenten Agere Systems für vier Mrd. Dollar an. Die Agere-Aktionäre sollen je Anteilsschein 2,16 LSI-Aktien erhalten, was einem Aufschlag von 28 Prozent zum Agere-Schlusskurs am Freitag entspricht. Agere-Aktien legten daraufhin um rund 8,5 Prozent auf 19,30 Dollar zu, der Kurs von LSI Logic ging dagegen auf Talfahrt: Die Aktien verbilligten sich um 13,64 Prozent auf 9,12 Dollar.

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