Aktienhandel New York
Wall Street: Übernahmefieber treibt Dow Jones auf Rekordhoch

Angetrieben vom anhaltenden Fusionsfieber haben die amerikanischen Börsen gestern weitere Rekordstände erreicht. Der US-Aluminium-Riese Alcoa legte für den kanadischen Rivalen Alcan ein feindliches Übernahmeangebot in Höhe von 27 Mrd. Dollar vor. Die Alcoa-Aktien reagierten prompt.

HB NEW YORK. Das anhaltende Fusionsfieber hat auch am Montag die US-Börsen beflügelt und dem Dow-Jones-Index zu einem weiteren Rekordhoch verholfen. Analysten zeigten sich angesichts der hohen Liquidität auf dem Markt zuversichtlich, dass die Gewinnserie anhalten dürfte.

Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,36 Prozent bei 13 312 Punkten. Im Verlauf hatte er sich zwischen 13 260 und 13 317 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,26 Prozent auf 1 509 Zähler zu. Der Index der Technologie-Börse Nasdaq gab dagegen 0,05 Prozent auf 2 570 Punkte nach.

Mit einem Gebot in Höhe von 27 Milliarden Dollar für den kanadischen Rivalen Alcan setzt der US-Aluminiumkonzern Alcoa die jüngsten Großübernahmen fort. Das Fusionsfieber der Unternehmen lasse erkennen, dass die Unternehmenschefs die Aktienkurse im Vergleich zu den erwarteten Gewinnen immer noch günstig bewerten, sagte Chip Hanlon von Delta Global Advisors. Das sei für vorsichtige Investoren ein Grund, ihre Fühler wieder in den Markt zu strecken.

Die Fusionen seien ein Anzeichen dafür, wie viel überschüssiges Geld auf dem Markt ist, sagte Jim Paulsen von Wells Capital Management. Dies gebe Anlass für die Hoffnung, die Kursanstiege könnten in der nächsten Zeit anhalten. Sollte Alcoa mit seinem Gebot Erfolg haben, entstünde auch gemessen an der Produktionsmenge der mit Abstand größte Aluminiumhersteller der Welt. Alcoa-Aktien stiegen am Montag 8,3 Prozent auf 38,63 Dollar. Alcan-Papiere sprangen in Toronto um mehr als ein Drittel auf 90,57 kanadische Dollar und verhalfen damit auch dem Leitindex der Börse auf ein Rekordhoch. Die Aktien des Rüstungskonzerns Armor Holdings stiegen um 5,42 Prozent auf 86,60 Dollar. Das Unternehmen willigte in eine Übernahme durch den britischen Rüstungskonzern BAE Systems ein.

Auch der US-Investor Warren Buffett trug mit seinen Äußerungen bei der Aktionärsversammlung seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway zum Fusionsfieber bei. Buffett kündigte größere Übernahmen an. Mit Stand Ende März verfügte der Konzern über Bargeld in Höhe von 46 Milliarden Dollar und weitere 90 Milliarden Dollar in festverzinslichen Anlagen, auf die Buffett kurzfristig zugreifen kann. Die Papiere von Johnson & Johnson (J&J) verloren dagegen 0,34 Prozent auf 64,26 Dollar. Nach enttäuschenden Studienresultaten stoppte der Pharma- und Medizintechnikkonzern die Entwicklung eines neuen Herzgefäße-Stents. An der New York Stock Exchange wechselten etwa 1,32 Milliarden Aktien den Besitzer. 1817 Werte legten zu, 1466 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,73 Milliarden Aktien 1419 im Plus, 1618 im Minus und 148 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 99-30/32. Sie rentierten mit 4,632 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 12/32 auf 99-14/32 und hatten eine Rendite von 4,785 Prozent.

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