Aktienhandel New York
Wall Street zwischen Hoffen und Bangen

Die Börsen an der Wall Street haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Auf der einen Seite stand der amerikanische Bau- und Immobilienmarkt weiter unter massivem Druck, der hohe Ölpreis und ein Konjunkturbericht der Notenbank Fed belasteten zusätzlich. Andererseits gaben starke Unternehmenszahlen dem Chiphersteller Intel und anderen Technologieaktien Auftrieb.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 0,2 Prozent auf 13 893 Punkte. Er pendelte im Handelsverlauf zwischen 13 775 und 14 013 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg 0,2 Prozent auf 1541 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq tendierte ein Prozent höher bei 2793 Stellen.

"Bis jetzt kommen mit den Quartalszahlen positive Überraschungen herein", sagte Michael Darda von MKM Partners LLC. Zum Beispiel bei Intel: Der weltgrößte Chiphersteller baute seinen Gewinn dank des Trends zu Notebooks kräftig aus. Der Intel-Börsenkurs stieg daraufhin um rund fünf Prozent. Die Aktie des Internetkonzerns Yahoo verteuerte sich sogar um etwa acht Prozent. Das Unternehmen hatte mit seinem Quartalsbericht die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen, obwohl es einen Ergebnisrückgang verbuchte.

Auch dass die Investmentbank JPMorgan Chase ihren Gewinn ungeachtet einer milliardenschweren Abschreibung im Zuge der US-Hypothekenkrise leicht steigern konnte, überzeugte die Investoren. Die Aktien notierte 2,8 Prozent fester.

Doch die Fed gab Sorgen vor einem Anhalten der Kreditkrise neue Nahrung. Das US-Wirtschaftswachstum habe sich der seit August verlangsamt, teilte die Notenbank in ihrem Konjunkturbericht Beige Book mit. Am Immobilienmarkt in der größten Volkswirtschaft der Welt sei eine anhaltende Abschwächung zu registrieren. Zudem stieg die Ölpreis wegen der wachsenden Spannungen im Nordirak auf ein neues Rekordhoch bei 89 Dollar.

Der Mischkonzern United Technologies enttäuschte trotz eines Gewinnsprungs mit einer für viele Anleger zu niedrigen Prognose. Die Papiere des Unternehmens verbilligten sich daraufhin um 3,6 Prozent.

Der IT-Dienstleister IBM verdiente dank einer Stärkung seines Service- und Softwaregeschäfts im dritten Quartal sechs Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Anleger zeigten sich aber vor allem wegen des deutlichen Rückgangs bei den Hardware-Umsätzen sowie Auslieferungen verstimmt. Der Aktienkurs verlor deshalb 3,2 Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,42 Mrd. Aktien den Besitzer. 1681 Werte legten zu, 1589 gaben nach und 117 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,34 Mrd. Aktien 1541 im Plus, 1410 im Minus und 136 unverändert. An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 23/32 auf 101-14/32. Sie rentierten mit 4,564 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 44/32 auf 102-24/32 und hatten eine Rendite von 4,824 Prozent.

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