Aktienhandel New York
Zinssorgen belasten die Wall Street

Nach zwei Handelstagen mit kräftigen Gewinnen ist den US-Börsen am Mittwoch etwas die Puste ausgegangen. Ein Bericht über ein unerwartet starkes Arbeitsplatzwachstum im November dämpfte Hoffnungen auf bald sinkende Zinsen. Technologie-Aktien gerieten zudem wegen Sorgen über die Geschäftsaussichten für Software-Konzerne unter Druck.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,18 Prozent leichter bei 12 309 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 335 und 12 294 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index tendierte um 0,13 Prozent leichter bei 1412 Punkten. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 0,27 Prozent auf 2445 Stellen nach.

Die Umfrage der privaten Arbeitsagentur ADP deute darauf hin, dass keine Zinssenkungen durch die Fed zu erwarten sei, solange der Arbeitsmarkt sich so kräftig zeige, sagte Peter Boockvar von Miller Tabak & Co. Der Umfrage zufolge wurden im November in der US-Privatwirtschaft mehr neue Stellen geschaffen als erwartet.

Papiere von Software-Unternehmen wurden auch von Novell belastet. Der Software-Hersteller hatte am Dienstagabend enttäuschende Geschäftserwartungen vorgelegt. Seine Aktien verloren daraufhin 5,4 Prozent auf knapp sechs Dollar. Die Titel des Software-Herstellers Oracle tendierten um 5,2 Prozent leichter bei 17,88 Dollar, nachdem Lehman Brothers Risiken für das künftige Oracle-Geschäft entdeckt und Anleger ermutigt hatten, Aktien des Unternehmen zu Geld zu machen.

Merck-Aktien verbilligten sich um 0,76 Prozent auf 44,67 Dollar. Bei Yahoo kam die Ankündigung eines Konzernumbaus bei den Investoren nicht gut an: Die Anteilsscheine gaben um zwei Prozent auf 26,86 Dollar nach und zählten damit zu den größten Verlieren im Nasdaq. Den Handel stützten dagegen die Gewinne bei Verizon Communications. Der zweitgrößte US-Telekommunikationskonzern hatte bekannt gegeben, in diesem Jahr Aktien im Volumen von 1,7 Mrd. Dollar zurückzukaufen und damit deutlich mehr Papiere als ursprünglich geplant. Erste Planungen seien von einem Rückkauf in Höhe von einer Milliarde Dollar ausgegangen. Die Aktien gewannen um 1,07 Prozent auf 34,95 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,54 Mrd. Aktien den Besitzer. 1495 Werte legten zu, 1843 gaben nach und 152 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,9 Mrd. Aktien 1424 im Plus, 1647 im Minus und 126 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 101-03/32. Sie rentierten mit 4,485 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken 12/32 auf 98-13/32 und hatten eine Rendite von 4,599 Prozent.

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