Aktienhandel Tokio
Gewinnmitnahmen drücken Nikkei ins Minus

Die Aktienbörse in Tokio hat am Freitag nach seinem Fünf-Monats-Hoch vom Vortag in Folge von Gewinnmitnahmen schwach geschlossen. Insbesondere bei Titeln, die am Vortag positive Quartalszahlen präsentiert hatten, machten die Anleger zum Wochenschluss Kasse. Bei den Devisen verzeichnete der japanische Yen nach Konjunkturdaten der Regierung zum Euro ein Rekordtief.

HB TOKIO. Der Nikkei-Index für 225 Standardwerte fiel um 142,53 Punkte oder 0,85 Prozent auf den Stand von 16 699,07 Zähler. Der breit gefasste Topix notierte einen Abschlag von 13,86 Punkten oder 0,83 Prozent bei 1650,73 Punkten.

Zur negativen Entwicklung beim Nikkei trug ein enttäuschender Geschäftsausblick des Elektronikriesen Canon sowie Inflationsdaten bei. Die von Japans Regierung vorgelegten Daten zu den Verbraucherpreise September wiesen einen geringeren Anstieg aus als von Experten erwartet. Damit dürfte nach Ansicht von Analysten auch die Wahrscheinlichkeit abnehmen, dass die Zentralbank in den kommenden Monaten die Zinsen weiter anhebt. Die Bank von Japan hatte Mitte Juli ihre Nullzinspolitik beendet und erstmals seit sechs Jahren die Zinsen erhöht.

Titel von Canon gaben 2,41 Prozent nach. Das Unternehmen hatte zuvor vermeldet, man habe im dritten Quartal einen Zuwachs beim Nettogewinn von 15 Prozent verzeichnet. Sony stiegen trotz deutlichen Rückgangs des Nettogewinns um 1,2 Prozent.

Ganz anders dagegen das Bild in Hongkong: Der fulminante Börsengang der chinesischen Großbank ICBC trieb den dortigen Aktienindex am Freitag auf ein Rekordhoch. Der Leitindex Hang Seng klettert um 0,51 Prozent auf 18 446 Punkte. Die Aktien der Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) schossen bei ihrem Debüt rund 19 Prozent nach oben. Der Börsengang der ICBC ist mit einem Umfang von knapp 22 Mrd. Dollar der bislang größte der Welt.

Auch die Aktienbörsen in Singapur und Taiwan legten zu, während die Börse in Südkorea Verluste verbuchte.

Der Euro kletterte zum Yen zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch von 150,80 Yen, später tendierte die europäische Gemeinschaftswährung noch bei 150,24 Yen. Zum Dollar tendierte der Euro im fernöstlichen Devisenhandel nahezu unverändert bei 1,2683 Dollar nach 1,2686 Dollar in New York.

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