Aktienhandel Tokio
Konjunktursorgen belasten den Nikkei

Am letzten Handelstag der Börsenwoche haben sich in Tokio die Anleger vor dem um den „Tag der Kulturen“ verlängerten Wochenende zurückgehalten. Belastet von der Sorge um die weitere Konjunkturentwicklung in Japan und den USA schloss der Nikkei-225-Index am Donnerstag 0,2 Prozent oder 25 Punkte schwächer mit 16 350 Punkten. Der Topix büßte gleichfalls 0,2 Prozent oder 3 Punkte auf 1619 Zähler ein.

HB TOKIO. Der asiatische Leitindex folgte damit der Wall Street ins Minus, wenngleich einige Titel nach positiven Quartalsberichten zulegten. Insbesondere Aktien der Technologiebranche gaben nach. „Die Investoren trennen sich von High-Tech-Aktien und kaufen einheimische Titel“, sagte Hiroaki Huramochi von Bear Stearns Japan. An den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapur zeichnete sich keine einheitliche Tendenz ab.

Der Nikkei werde in naher Zukunft eher unter Abgabedruck stehen, da mit dem Fortschreiten der Berichtssaison die Hoffnung auf angehobene Unternehmensprognosen schwinde, sagten Händler. Die japanischen Großunternehmen hätten zumeist ihre vorsichtigen Ausblicke bestätigt. Aus charttechnischer Sicht wird der Index zwischen 16 000 und 16 200 Punkten solide unterstützt gesehen.

Mit Spannung warten Anleger und Analysten nun auf neue US-Daten zum Arbeitsmarkt. Sie erhoffen sich davon Aufschluss über den Zustand der weltgrößten Volkswirtschaft. Nach den jüngsten Wachstumszahlen aus den USA ist die Sorge vor einer raschen Abkühlung aufgekommen. Der Ölpreis blieb unter der Marke von 60 Dollar je Barrel (rund 158 Liter). Ein Euro kostete 1,2750 Dollar nach zuletzt knapp 1,2760 Dollar in New York.

„Seit den BIP-Daten sind die meisten US-Konjunkturdaten unter den Markterwartungen geblieben und das ist negativ für den Markt“, sagte Toshihiko Matsuno von SMBC Friend Securities. Die US-Wirtschaft wuchs im dritten Quartal so langsam wie seit drei Jahren nicht mehr.

Während zahlreiche Unternehmen mit wenig inspirierenden Zwischenbilanzen oder Ausblicken mit Kursverlusten abgestraft wurden, begrenzten einige Schnäppchenkäufe die Verluste des Nikkei in der zweiten Handelshälfte. So büßten Asahi Glass 3,2 Prozent auf 1 312 Dollar ein. Der gemessen am Marktanteil weltgrößte Flachglashersteller rechnet im laufenden Jahr mit weniger operativem Gewinn als bislang. Hingegen rückten Toyota mit der Vorlage der monatlich ermittelten US- Autoabsatzzahlen in den Fokus. Sie verteuerten sich um 0,4 Prozent auf 6 960 Yen.

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